Nach 200.000-Euro-Schaden: Kloster-Gaststätte ist wiedereröffnet

Von: Christoph Hahn
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Gerade die guten Geister der Kloster-Gaststätte von Mariawald freuten sich über den gelungenen Umbau ihrer Arbeitsstätte. Foto: Hahn

Mariawald. Nicht nur Gläubige suchen immer wieder gern das Kloster Mariawald auf. Der Grund: die Gaststätte des einzigen deutschen Trappistenklosters, das hoch über Heimbach auf dem Höhenrücken des Kermeter liegt. Neben Kaffee wartet hier ganz spezielles Bier aus der Produktion belgischer Ordensbrüder auf die Besucher - und vor allem die fast schon legendäre Erbsensuppe.

Doch in der Gaststätte sah es lange nicht gut aus: In der Nacht zum 19. Dezember war die Gaststätte mit ihrem traditionellen Holz-Mobiliar von einem Wasserrohrschaden betroffen. Wolfgang Nowak, der Wirtschaftsleiter des Klosters, erinnert sich: „Knöcheltief standen unsere Mitarbeiter da im Wasser.”

Jetzt aber sieht es in dem weit gespannten Raum erheblich besser aus: Acht Wochen lang brachten Handwerker das Ziel der Ausflügler wieder auf Vordermann. Bänke wurden ausgebaut und konserviert, Decke, Lampen, Belüftung und Fußboden komplett erneuert. Jetzt wurde die Gaststätte im vertrauten Erscheinungsbild wieder eröffnet. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde gab ihr der Hausherr, Abt Josef Vollberg, den kirchlichen Segen.

„Wir wollten nicht zu modern wirken”, beschrieb Chef-Ökonom Nowak die Zielrichtung. So ist denn auch alles, was den Gästen vertraut erscheinen mag, wiedergekehrt - die Einrichtung ebenso wie Bier und Suppe. Eines jedoch ist neu: das große Kreuz mit Korpus, das aus dem Besitz der Abtei stammt. Es soll die Besucher daran erinnern, dass sie in einem christlichen Haus Einkehr halten - und sie vielleicht dazu anregen, die nahe Klosterkirche aufzusuchen.

Wichtige Einnahmequelle

Rund 200.000 Euro hat der Neuaufbau gekostet - eine Ausgabe, die dem schon durch die Rettung der Klostermauer herausgeforderten Konvent nicht leicht fiel. Trotzdem führte kein Weg daran vorbei, denn die Gaststätte gehört neben der Likörfabrikation und dem Laden am Parkplatz zu den wichtigsten Einkommensquellen der Trappisten. Das Provisorium, teils in den „Klosterstuben” und teils auf dem Vorhof, gehört nun der Vergangenheit an.

Die Gaststätte ist werktags von 10 bis 18 Uhr, samstags, sonn- und feiertags ab 9 Uhr geöffnet. Der Klosterladen ist an allen Tagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
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