Mutter-Kind-Haus soll das Ja zum Leben erleichtern

Von: sj
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Richtfest: Zimmermann Reiner Frauenkron (links) und Architekt Bernd Uppenkamp (Mitte) wünschte dem Mutter-Kind-Haus und den Vertretern des Kinderheims für ihre Arbeit Gottes Segen. Foto: Johnen

Düren. Funktional betrachtet hat das eine Million Euro teure Mutter-Kind-Haus, das gerade auf dem Gelände des Kinderheims St. Josef entsteht, die Aufgabe, jungen Müttern unter die Arme zu greifen. Jungen Müttern, die ohne fremde Hilfe nicht in der Läge wären, ihr Kind rund um die Uhr zu versorgen, es großzuziehen.

Müttern, die vielleicht selbst noch Kinder sind. „Ungewollte, unerwartete Schwangerschaften hat es immer schon gegeben. Das muss kein Drama sein. Dramatisch wird es aber, wenn die Großfamilie nicht mehr wie einst den nötigen Rückhalt bieten kann”, sagte Kinderheimleiter Raymund Schreinemacher am Donnerstag beim Richtfest des Mutter-Kind-Hauses.

An dieser Stelle möchte ab Spätsommer die in der Region Düren einmalige Einrichtung ansetzen. Mit Wohnungen für Mütter und ihre Kinder auf zwei Etagen, mit Betreuungs- und Bildungsangeboten, mit ganz konkreter Hilfe bei Problemen im Alltag, bei der Ausbildungsplatz- und Stellensuche, beim Nachholen eines Schulabschlusses. Soweit die funktionale Seite.

„Dieses Haus ist aber auch ein Zeichen: Ein Ja´ zum Leben, ein Nein´ zur Abtreibung”, sagte Raymund Schreinemacher am Donnerstag. Jedes Leben sei schützenswert. Das Mutter-Kind-Haus, dessen Betrieb über Fallkostenabrechnungen mit den Jugendämtern von Stadt und Kreis finanziert wird, sei eine notwendige Ergänzung in der Hilfelandschaft der Region. Die Mütter sollen in der von Sabine Dahlmeyer geleiteten Einrichtung dabei unterstützt werden, auf eigenen Füßen zu stehen. Ihr Leben und das des Kindes zu gestalten, zu organisieren. Nicht ohne Grund ist die Gottesmutter Maria Namenspatronin des Hauses. „Sie war eine sehr junge Mutter. Aber sie hat die Umstände angenommen und âJaÔ zum Kind gesagt”, erklärte Schreinemacher.

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