Muss die marode Brücke abgerissen werden?

Von: Sandra Kinkel
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Diese Fußgängerbrücke an der Heinz-Emonds-Straße in Langerwehe ist total marode. Mit ihrer Zukunft beschäftigt sich heute der Bauausschuss der Töpfergemeinde. Foto: S. Kinkel

Langerwehe. Die Fußgängerbrücke über die Bahnstrecke Aachen-Köln an der Heinz-Emonds-Straße in Langerwehe ist marode. „Sehr marode sogar“, sagt Bürgermeister Heinrich Göbbels. Die Brücke an der Heinz-Emonds-Straße stammt aus dem Jahr 1960 und wurde damals für eine Zwölf-Tonnen-Nutzlast gebaut.

„Bei der letzten Hauptprüfung des Bauwerks im November vergangenen Jahres wurde festgestellt, dass die vorgefundenen Mängel die Verkehrssicherheit, die Standsicherheit und die Dauerhaftigkeit der Brücke gefährden. Der Gesamtzustand wurde als kritisch bewertet“, sagte Göbbels. Ende der 90er Jahre wurde die Brücke wegen baulicher Mängel für den Kfz-Verkehr gesperrt und dient seitdem nur noch als Fußgängerbrücke.

2001 für 123000 Euro saniert

Im Jahr 2001 wurde das Bauwerk für rund 123.000 Euro saniert. Göbbels: „Trotzdem ist es aber nicht gelungen, die ursprüngliche Verkehrsbelastung der Brücke wieder zu erreichen. Wir müssen jetzt entscheiden, ob wir das Bauwerk erneut sanieren oder ob wir die Brücke abreißen und eine neue bauen.“

Eine erneute Sanierung der Brücke würde 250.000 Euro kosten. Das hat ein Ingenieur-Büro aus Nideggen ermittelt. „Weil die Brücke aber schon so alt ist“, erklärt der Bürgermeister, „müssen wir damit rechnen, dass bei der nächsten Überprüfung in fünf Jahren weitere hohe Sanierungskosten anfallen.“

Ein Abriss der Brücke würde 230.000 Euro kosten, ein Neubau nochmal 240.000 Euro. Heinrich Göbbels: „Nach Abwägung beider Alternativen kommt die Verwaltung zu der Auffassung, dass Abriss und Neubau der Brücke die wirtschaftlichere Variante ist.“

Möglich sei es, den Abriss der Brücke schon im Sommer durchführen zu lassen, wenn die Bahnstrecke wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten in den Sommerferien ohnehin für sechs Wochen gesperrt würde.

Überhaupt gebraucht?

Planung und Genehmigung einer neuen Brücke seien dagegen bis zum Sommer aus zeitlichen Gründen nicht durchführbar. „Der Neubau“, so Göbbels, „könnte erst zu einem späteren Termin stattfinden.“

Die Mitglieder des Bauausschusses werden sich heute Abend auch mit der Frage beschäftigen, ob die Brücke überhaupt noch gebraucht wird oder ob den Bürgern nicht ein kurzer Umweg durch den Ort zugemutet werden kann. Gerade seitdem das alte Schulegebäude in Langerwehe-Stütgerloch nicht mehr als Schule genutzt wird, nutzen auch nur noch wenige Menschen die Brücke an der Heinz-Emonds-Straße.

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