„Musikgruppe 79“ feiert 35-jähriges Bestehen

Von: Julian Loevenich
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Unter dem Dirigat von Anja Leu begeisterten die jungen Musiker der „Musikgruppe 79“ ihr Publikum. Foto: Julian Loevenich

Niederzier. Mit 35 Jahren, da könnte man gefestigt inmitten des Lebens stehen, einer Berufung folgen, Freunde haben und vielleicht auch Familie. Beim Geburtstagskind des vergangenen Wochenendes ist das so – nur alles ein bisschen größer.

1979 gründete sich in Selhausen die Musikgruppe „79“. Jetzt feierte die Musikfamilie ihr 35-jähriges Bestehen, ihrer Profession entsprechend mit einem Jubiläumskonzert und mit vielen Freunden und Weggefährten der vergangenen Jahrzehnte im Bürgerhaus in Niederzier.

20 junge Musiker

Zu Beginn gab es von den überwiegend jungen 20 Musikern einen Einzug mitsamt Marschmusik unterlegt, ein Leichtes für ein ehemaliges Regimentsorchester der Prinzengarde Köln. Doch die Musikgruppe hat sich nie festlegen lassen und wer an diesem Abend glaubte, lediglich der scheppernden Marschmusik diverser Schützenumzüge entgegen zu sehen, der irrte.

Unter dem Dirigat von Anja Leu offenbarte sich ein harmonischer Klangkörper. Mit Werken wie „Time to relax“, der „Charleston Selection“ oder dem Swing Medley des in Aachen geborenen Komponisten Peter Kreuder spielte die Musikgruppe fernab starrer viertel-taktiger Militärmusik auf. Vielmehr überzeugte die Leichtigkeit, die Gelassenheit, mit der sich den Werken angenommen wurde.

Auch bekannte Melodielinien aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „James Bond – Goldfinger“ fanden ihre Berechtigung; Werke, die von der Musikgruppe dynamische, rhythmische, aber auch künstlerische Beweglichkeit forderten.

Mit dem Chor „Spirits of HamONie“ – nur einer von einigen gesanglichen Begleitern an diesem Abend – und dem Stück „The rose“ nahm man einen tiefen Griff in die Herzschmerz-Kiste. Volle Klänge und voluminöse Phrasen trugen dick auf, bildeten aber einen angenehmen Kontrast zur Walzermusik der schönen blauen Donau oder den jugendlichen Tönen Coldplays „Viva la Vida“.

Jugendlich schien überhaupt ein Wort zu sein, das dem Blasorchester am Konzertabend stand. Denn keineswegs festgefahren wirkte die Darbietung. Sondern frisch, lebensbejahend und voller Freude auf die hoffentlich nächsten Jahrzehnte.

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