Düren - Musikalischer Einsatz für die Lokalmatadore

Musikalischer Einsatz für die Lokalmatadore

Von: Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:
Sabrina und Dominik Szelinski
Sabrina und Dominik Szelinski sowie Florian Larue und Dominik Göbbels haben die Musikinitiative Matador gegründet, um dem Dürener Musiknachwuchs unter die Arme zu greifen.

Düren. Dominik Szelinksi und seine Mitstreiter kennen es nur zu gut: Das nächste Konzert steht an, Flyer müssen gedruckt werden, ein paar Plakate wären auch nicht schlecht, T-Shirts für den Fan, das richtige Logo ist dazu auch noch immer nicht gefunden. Nachwuchsmusiker haben mitunter mit etlichen Problemen zu kämpfen.

Gut, wenn einige erfahrene Musiker helfend zur Seite stehen. Genau dafür sind Sabrina und Dominik Szelinski, Florian Larue und Dominik Göbbels da. Sie haben die Musikinitiative Matador gegründet. Um eben jungen Musikern zu helfen.

„Ich kenne die Musikszene schon seit meiner Jugend”, sagt Dominik Szelinski. Der 29-jährige Lehramtsstudent in Englisch und Geschichte spielte selbst einst in einer Band, in der auch Dominik Göbbels, 29 Jahre alt und Mediengestalter für Bild und Ton aktiv war. Mit „Black Thoughts Bleeding” standen sie nicht nur auf den Bühnen in Düren, sondern waren auch darüber hinaus recht bekannt. Aber wie das oft so ist, fehlt irgendwann die Zeit für das geliebte Hobby.

Und da sie der Musik nicht gänzlich den Rücken kehren wollten, haben sie jetzt ein neues „Baby” namens Matador. „Damit schließen wir die Lücke, die SUMO hinterlassen hat. Die Abkürzung stand für Support Your Music Organisation und hat in der Vergangenheit junge Bands unterstützt.

„Wir fühlten uns früher gut unterstützt”, blickt Dominik Göbbels zurück. Grund genug, die eigenen Erfahrungen nun weiterzugeben. Das geschieht auf verschiedene Arten. Zum Einen eben mit Tipps, wo am besten Flyer gedruckt werden können und ähnlichen Ratschlägen. Aber auch - und das ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit von Matador - jungen Bands die ersten Gehversuche auf der Bühne zu ermöglichen.

Sechs bis acht Konzerte will Matador jedes Jahr veranstalten. „Wir haben bereits fünf Bands ihren allerersten Auftritt ermöglicht”, sagt Dominik Göbbels. Drei Konzerte hat Matador bislang veranstaltet, das nächste folgt am 9. Juni. Zusätzlich zu den Nachwuchsmusikern sollen auch immer arrivierte Bands die Konzerte bereichern. „Wir wollen den lokalen jungen Bands immer eine professionelle Band an die Seite stellen, damit sie sich dort etwas abschauen können”, sagt Dominik Szelinski.

Und bei eben diesem sah sich auch Matador einem kleinen Problem gegenüber. Der Headliner sagte ab. Nun musste aber nicht einfach nur ein neuer her, sondern auch die Werbung musste neu gedruckt werden. Und das kostet Geld.

Für die Matador-Macher bedeutet das auch ein kleines Risiko, gerade jetzt zu Beginn. Ein wenig Geld aus der eigenen Tasche haben sie bei den ersten Veranstaltungen vorgeschossen. Immer geht das natürlich nicht. Jedoch sei die Sponsorensuche schwierig und zeitaufwändig, sagen Dominik Szelinski & Co. Ein großer Dank geht in diesem Zusammenhang an das Komm, das die Konzerte tatkräftig unterstützt.

Trotz der kleinen und größeren Probleme sollen einige Grundsätze unbedingt beibehalten werden. Modelle wie „Pay to Play”, bei dem Bands erst in finanzielle Vorleistung (und damit in ein eventuelles finanzielles Risiko) treten müssen, schließt Matador aus. Auch die Eintrittspreise zu den Konzerten sollen erschwinglich bleiben. „Es gibt viel junges Konzertpublikum in Düren. Wenn man für ein Konzert bis nach Köln fährt, wird es direkt recht teuer. Man muss nicht bis nach Köln fahren, um ein gutes Konzert zu sehen”, erklärt Dominik Szelinski.

Dazu gehören natürlich gute Bands, und die sehen die Matador-Mitglieder im Dürener Raum.

Der Name der Initiative ist abgeleitet vom Wort Lokalmatador.

In der nächsten Zeit gibt es neben den „normalen” Konzerten einige Pläne. So soll es zum Stadtfest eine Aktion im Komm geben, anfang des kommenden Jahres soll es eine Veranstaltung über zwei Tage geben.

Fünf Bands stehen am 9. Juni auf der Bühne

Der nächste Konzertabend von Matador ist am Samstag, 9. Juni. Auf der Bühne stehen Science of Sleep, The Ghost of a Campaigner, The Ebenezer Scrooge Complex, My Blurred Eyes und Those Foxes and Wolves. Einlass an diesem Abend ist ab 19 Uhr, der Eintritt beträgt sechs Euro.

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