Düren - Musikalische Raritäten in der Fabrik für Kultur und Stadtteil

Musikalische Raritäten in der Fabrik für Kultur und Stadtteil

Von: mvb
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Düren. Musikalische Raritäten bekamen die Zuschauer in der Fabrik für Kultur und Stadtteil an der Binsfelder Straße zu hören. Die Konzertreihe „TonSpuren“ gab mit einem Konzertabend des „Ensemble Stilart“ ihr Debüt in den historischen Gemäuern der ehemaligen Fabrik Becker und Funk.

In den vergangenen fünf Jahren war die Veranstaltungsreihe, die sich vor allem der historisch authentischen Aufführung Alter Musik verschrieben hat, mit 55 Konzerten im Töpfereimuseum Langerwehe beheimatet gewesen.

Da die Konzerte jedoch ein immer größeres Stammpublikum aus der Region und darüber hinaus anzogen, konnte der bisher als Träger auftretende Förderverein des Töpfereimuseums diese organisatorisch und finanziell nicht länger angemessen bewältigen, und so entschloss man sich zum Umzug in die Kreisstadt Düren.

Hier tritt nun der Kunstförderverein Düren als Veranstalter auf. Änderungen am Konzept der Reihe solle es jedoch nicht geben, wie der Vorsitzende des Vereins, Dr. Hans-Jochim Güttler, in seinem Grußwort ausführte. Grüttler dankte außerdem den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die die Durchführung des Konzertes erst ermöglicht haben.

Bevor es dann zum musikalischen Teil des Abends überging, ergriff Darja Großheide das Wort. „Wir wollen Alte Musik auf den Instrumenten ihrer Zeit spielen, und so dem möglichst nahe kommen, was die Komponisten damals gewissermaßen ‚vor Ohren’ gehabt haben“, beschrieb die Flötistin, die einst die „TonSpuren“ initiiert hatte und heute noch als künstlerische Leiterin der Reihe agiert, die Intention der Konzerte. Als Mitglied des „Ensemble Stilart“ stellte Großheide auch die Stücke des Konzertes vor, denn neben der lockeren Atmosphäre gehört auch die Moderation der Konzerte durch die Musiker zum Konzept der „TonSpuren“.

Der Fokus des Konzertes lag auf seltenen Barock-Sonaten für drei Oberstimmen und Basso continuo aus den 1720er und 1730er Jahren. Diese wurden dem Publikum im prall gefüllten Saal der Kulturfabrik von Florian Deuter (Violine), Darja Großheide (Travers- und Blockflöte), Luca Quintavalle (Cembalo), Sara Hubrich (Viola und Violine) und Elisabeth Wand (Cello) zu Gehör gebracht.

Den Auftakt bildete eine erst im Jahr 2009 entdeckte Komposition von Johann Joachim Quantz, darauf folgte ein Cembalo-Solo von Johann Sebastian Bach. Nach drei weiteren Stücken von Georg Philipp Telemann und Antonio Vivaldi bildete ein selten aufgeführtes Quartett des kaum bekannten Komponisten Sebastian Bodinus den Abschluss des begeisternden Konzertes.

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