Düren - Musikalische Geschichtsstunde: Konzert in der Christuskirche

Musikalische Geschichtsstunde: Konzert in der Christuskirche

Von: heb
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Viele der Stücke waren von dem Duo Hesen Kanjo (l.) und Saad Thamir selbst arrangiert. Foto: heb

Düren. Ein wenig war es auch eine Geschichtsstunde, als die Musiker Saad Thamir und Hesen Kanjo am Sonntag ihr Konzert „Sidare“ mit „wiedergefundenen Liedern aus dem Orient“ spielten. Saad Thamir, Sänger und Perkussionist, moderierte das Konzert in der Christuskirche informationsreich und gab so Einblicke in die orientalische Kulturgeschichte.

Von der Dichtkunst aus den „dunklen Jahrhunderten“ bis hin zum „Maqam“-Modus als Basis orientalischer Musik: Mit Hesen Kanjo am Qanun, einer arabischen Zitter, spielten die Musiker ein Programm traditioneller Kompositionen arabischer Musik.

Selbst arrangiert

Viele der Stücke waren von dem Duo selbst arrangiert. „Wir widmen uns Themen, die in der jüngsten Vergangenheit vernachlässigt wurden“, erklärt dies Thamir, „das sind Lieder längst vergessener Zeiten.“ Mit ihrem speziellen Blick auf die arabische Klassik wollen die Musiker mit irakischen und syrischen Wurzeln die Identität ihrer Heimat aus der Ferne bewahren und sie gleichzeitig europäischen Ohren näherbringen.

Tatsächlich zeigten die fremden Klänge und die nie gehörten Namen orientalischer Dichter- und Musikgrößen, wie unbekannt einem die arabische Kultur letzten Endes ist. Ein musikalischer Impuls, der auch Stefan Iseke sichtlich begeistert.

„Im Rheinland ist die gesamte Welt zu Hause“, resümiert der Kantor. Das Konzert reiht sich in das Programm des Förderkreises „Musik in der Christuskirche ein“, welches immer wieder regionale Künstler mit Wurzeln in anderen Ländern in die evangelische Kirche lockt. In der Christuskirche war es die orientalische Klassik, welche den Dürenern ganz neue Töne bot.

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