Musikalisch die Herzen für die Ärmsten erweicht

Von: han
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Ein Virtuose auf dem Cello: Thomas Beckmann. Foto: Schmitz

Düren. Ein kontrastreicher Konzertabend in der Pfarrkirche St. Joachim: Thomas Beckmann zeigte sich als ein Virtuose auf dem Cello und Johannes Esser, Leiter der Dürener Musikschule, beeindruckte an der Klais-Orgel.

Beide gestalteten das Benefizkonzert zugunsten von „In Via” und des Café Lichtblicks im Rahmen der von dem Düsseldorfer gegründeten Aktion „Gemeinsam gegen die Kälte”. Mit der hatten sich zunächst auch die Besucher auseinander zu setzen, doch schon mit den ersten Tönen hatten sie die Minustemperaturen vergessen.

Die Suite Nr. 3 in C-Dur für Violoncello von Johann Sebastian Bach hatte Beckmann in den Mittelpunkt des ersten Teils gestellt. Er erklärte das Stück und verdeutlichte anhand von Musikbeispielen, was auf diesem Instrument alles geleistet werden kann: von einstimmig bis fast zu orchestralem Klang.

Den Besuchern gab er Denkanstöße, nicht nur in puncto Spendenbereitschaft für obdachlose und wohnungssuchende Menschen, sondern auch mit Blick auf das Werk Bachs, das er als „einstimmige Musik mit einem Königreich an Harmonien” beschrieb. Und schon nach wenigen Takten wurde deutlich, dass Beckmann ein herausragender Instrumentalist ist. Mit einer auffallenden Ruhe, vollkommen in sich gekehrt, wurde der Cellist im Altarraum scheinbar zu einer Einheit mit seinem Instrument.

Johannes Esser zeigte dann mit der Toccata d-moll die „andere Seite” des Komponisten und spielte als besonderen Hörgenuss eine verjazzte Version.

Im zweiten Teil spielte Beckmann kleine Stücke von Charlie Chaplin. Lächeln und Schmunzeln zog in den Kirchenraum ein. Das Anliegen Beckmanns „Mit der Musik die Herzen der Menschen für die Not der Ärmsten erweichen” wurde erreicht. Ein Konzertabend, den man nicht so schnell vergessen wird.

Zu Beginn des Abends hatte Bürgermeister Paul Larue „In Via” für den Einsatz gedankt und festgestellt, dass Menschen schnell und unverschuldet in Not geraten können. Der Verlust des Arbeitsplatzes, die Abkehr von Freunden - schnell sei man in einer Spirale der Hoffnungslosigkeit, die aber durch den Einsatz von „In Via” gestoppt würde.
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