Musik ist seine große Leidenschaft

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
15165765.jpg
Das dritte Konzert der Reihe „Dance of Joy“ aus Aachen findet am Freitag, 1. September, statt. Bei den beiden ersten Konzerten war das Museum sehr gut besucht. Foto: Wolfgang Schmidt

Langerwehe. Wenn Jürgen Hüftle sich wirklich etwas in den Kopf gesetzt hat, ist der 70-Jährige kaum zu bremsen. Er ist das, was man im besten Sinne hartnäckig nennen kann, vielleicht ist er bei der Umsetzung seiner Ziele manchmal sogar ein bisschen stur. Und er kann sehr überzeugend sein.

Aber Jürgen Hüftle ist auch erfolgreich. Schon seit mehr als drei Jahren wollte Hüftle im Töpfereimuseum in Langerwehe eine Kleinkunstreihe etablieren – am 17. März hat das erste Konzert stattgefunden. „Insgesamt hat es schon zwei Musikabende im Museum gegeben“, sagt Hüftle. „Und bei beiden war der Laden rappelvoll.“ Am zweiten Abend mit einer New-Orleans-Jazzband war schon vor Konzertbeginn das Bier ausverkauft – die Leute waren sehr zeitig ins Museum gekommen, um den Abend auch zu guten Gesprächen mit netten Leuten zu nutzen.

Jürgen Hüftle ist studierter Wirtschaftsingenieur, während des Studiums ist er „für zwei Bier und ein Butterbrot“ in verschiedenen Jazzkellern aufgetreten. „Neben Skifahren, Radeln und Wandern ist Musik einfach meine große Leidenschaft.“ Und das äußerst sich nicht nur im Organisieren der neuen Konzertreihe, sondern beispielsweise auch im Singen beim Gospelchor „Joy of Gospel“. „Ich besuche mit meiner Frau sehr viele Konzerte.

Zuletzt waren wir eine Woche in Dublin und haben uns jeden Abend eine andere Gruppe in einem Pub angeschaut.“ Auch die Bands, die er für seine Konzertreihe im Töpfereimuseum engagiert, hört sich Hüftle alle vorher an. „Ich muss wissen, ob die Gruppe und ihre Musik wirklich ins Museum passen. Und ich möchte auch immer wechselnde Musikrichtungen nach Langerwehe holen.“

Aspekt der neuen Konzerte

Mit Eifel-Troubadour Günter Hochgürtel, der Jazzband und demnächst der Klezmer-Gruppe, ergänzt Hüftle mit einem Augenzwinkern, „seien das bisher immer Stilrichtungen gewesen, die ihm selbst gut gefallen würden. „Das muss aber nicht so bleiben. Ich bin wirklich für fast alles offen.“ Einzige Voraussetzung: Viel Gage kann Hüftle, der sich auch im Förderkreis des Töpfereimuseums engagiert, nicht. „In der Regel ist es so, dass wir den Abend mit den Spenden, die wir bekommen, finanzieren. Es ist toll, dass viele Bands bereit sind, für relativ wenig Gage aufzutreten, wenn ich ihnen unser Konzept erkläre.“

Ein wichtiger Aspekt der neuen Konzerte ist, dass sie dafür sorgen, dass wieder mehr Menschen ins Töpfereimuseum kommen. Das Museum hat im Augenblick keinen Leiter, der Förderkreis hat die Verantwortung übernommen. „Es ist schön zu sehen“, sagt Hüftle, „dass wieder mehr Menschen bereit sind, sich im und für das Museum zu engagieren.“ Auch die Organisation von „Musik im Museum“ mache unglaublich viel Spaß. „Wir bekommen sehr viel Unterstützung. Das ist sehr toll.“ Übrigens steht auch schon der vierte Konzerttermin fest: Am 24. November gibt es im Museum Irish Folk.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert