Musical-Melodien und Ohrwürmer in der Marienkirche

Von: Bruno Elberfeld
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Die Chorgemeinschaft sang in der Marienkirche Melodien aus dem Phantom der Oper. Foto: Elberfeld

Düren. Besinnliche und flotte Melodien standen auf dem Programmzettel der „Chorgemeinschaft Constantia 1869 Düren-Birkesdorf“. Mit dem „Ave Maria“ von Michal Lorenc begann das Konzert in der voll besetzten Marienkirche, die Abschlussmelodien stammten aus dem Musical „My Fair Lady“.

Doch auch die Kompositionen dazwischen hatten es in sich. Viele Lieder waren Hommagen an Frauengestalten in ihren vielen Facetten.

Kornelia Rück sang die Soloparts: Ave Maria, Pie Jesu von Andrew Lloyd Webber, Wishing You Were Somehow Here Again. Auch die Soli in Begleitung des Chores oblagen der Sopranistin.

Und wer vielleicht hier und da verwundert war, Musical-Melodien im sakralen Raum zu hören, konnte nach dem Konzert sagen, dass sie doch da hineinpassen in den Kirchenraum mit guter Akustik.

Aus der „West Side Story“ des großen Leonard Bernstein hatten Chorleiter Christoph Rück und seine Mitstreiter fünf Songs ausgewählt: Tonight, America, Mein Herz schlägt, I Feel Pretty sowie Irgendwann und Irgendwo.

Die Texte beinhalten Problematiken, die aktuell in den USA und in Europa wieder zum Thema geworden sind. In der West Side Story geht es um den Gegensatz zwischen Weißen und Farbigen, zwischen Einheimischen und Migranten.

Beobachte der interessierte Mensch das Geschehen auf beiden Kontinenten, wie Moderator Edgar Nühs meinte, habe sich im Laufe der Jahrzehnte nicht viel geändert. „Die Haut war auch in den 50er Jahren in den USA weiß“, erklärte er und spielte damit auf rassistisch motivierte Vorkommnisse im Land an. Nur die Namen der Politiker, die Namen der Rädelsführer seien andere geworden.

Höhepunkt des Konzerts

Ein weiterer Höhepunkt war die Präsentation von „Wishing You Were Somehow Here Again“ aus dem Phantom der Oper von Webber und Richard Stilgoe. Der Chor performte „New York“ von John Kande, „Moon River“ von Henry Mancini, Melodien, die die Besucher auf den Stühlen in der Marienkirche mitsummen konnten.

Und wer kennt sie nicht, die Ohrwürmer aus „My Fair Lady“ von Frederick Loewe?

Ein Musical und seine Erfolgsgeschichte, viele Male aufgeführt auf den großen Bühnen und in den namenlosen kleinen Theatern dieser Welt. Zahlreiche Verfilmungen gab es im vergangenen Jahrhundert. „Ich bin gewöhnt an dein Gesicht“, „Ich hätt‘ getanzt heut‘ Nacht“ oder ganz populär: „Es grünt so grün“, Melodien, die die Gemüter in der Kirche sanft und die Augen strahlen machten.

Die Constantia Birkesdorf nahm ihre Gäste mit auf eine musikalische Reise über den großen Teich, in einer Zeit der Veränderungen und Umwälzungen der Versuch, zu beruhigen. Zumindest für zwei Stunden ist diese Bemühung gelungen.

Begleitet am Klavier wurden der Chor und die Solistin von Theo Palm.

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