Düren - Mundartfestival: Zum Jubiläum kommt ein Engel

Mundartfestival: Zum Jubiläum kommt ein Engel

Von: Hannes Schmitz
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Der Stadtpark ist ihre Bühne: Tommy Engel (rechts) und sein Keyboarder und Komponist Jürgen Fritz treten beim 20. Dürener Mundartfestival auf. Foto: Hannes Schmitz

Düren. Schiefgehen kann eigentlich nichts, wenn Ende August/Anfang September das Dürener Mundartfestival zum 20. Mal über die Bühne im Willy-Brandt-Park geht. Ein Engel wird Beistand leisten und mit himmlisch-softer Stimme einen voluminösen Klangteppich über den Dürener Stadtpark legen.

Natürlich kein himmlischer Bote, sondern Tommy Engel wird vom Rhein an die Rur kommen und am Freitag, 30. August, mit seiner Band ab 19.30 Uhr aufspielen. Wie immer wird von den Besuchern kein Eintritt verlangt, auch Dank der Großzügigkeit der Sponsoren. Sie ermöglichen es der AG Schnüss, auf der „Dürener Wies‘n“ ein Vier-Mast- Palastzelt für bis zu 3000 Besuchern aufzustellen, wie es der Vorsitzende der AG, Addy Clemens, vor Ort erläuterte. Keiner soll angesichts der Unberechenbarkeit des Sommerwetters baden gehen.

Etwas verwundert schien aber Thomas Richard Max Engel, wie er sich schmunzelnd vorstellte, der von einem Open-Air-Festival ausging. Um so mehr war er aber von der „Location“ angetan, als er leichtfüßig durch den Park schwebte und bedauerte, dass die Domstadt zu wenige Plätze solcher Art habe.

Wenn er in einigen Wochen auftritt, wird er keine Flügel brauchen, um zu verzaubern. Wohl aber die Unterstützung am Klavier von seinem musikalischen Partner Jürgen Fritz samt Band. Ruhige und rockige Töne, musikalische Geschichten: Tommy Engel wird sich zum Troubadour der kölschen Töne aufschwingen, zum mundartlichen Minnesänger werden. Er wird alte und neue Songs präsentieren und sein alter ego „Huusmeister Kaczmarek“ auf eine komödiantische Reise schicken.

Überhaupt, philosophierte der heute 63-jährige, der die „Dynastie der mundartlichen Töne“ mitbegründete, sind die Songs der Kölner und anderer Mundartgruppen schon längst „ im positiven Sinne zu Volksliedern geworden“. Die Lieder gehörten nicht mehr den Bands, sondern den Menschen. Und wenn sich jetzt so manch Jüngerer fragt: „Tommy Who“ (Tommy wer?) so hat der Kölner Barde zwar nichts mit der Rockoper Tommy von den „Who“ zu tun, aber den Beat als Drummer in Jugendjahren bei verschiedenen Bands im Blut, bis er zum Frontmann der Black Fööss und zu einem Teil der Rheinischen Musikgeschichte wurde. Wer Tommy Engel im Stadtpark erleben wird, merkt schnell: „kölscher geht’s nicht“.

Ein Abend mit ihm ist abwechslungs- und erlebnisreich: mal lustig, mal traurig, genussvoll und nachdenklich. Er beobachtet die Menschen und bringt das, was er erlebt hat, auf die Bühne. Seine Geschichten aus der Vergangenheit sind manchmal wehmütig, im Publikum werden sie allerdings Erinnerungen an alte Zeiten mit Liedern, die man nicht vergessen hat, wecken Und die Gegenwart lässt er auch nicht aus, beschreibt sie kritisch aber nicht bitter.

Mit dem Auftritt von Tommy Engel beginnt das Jubiläumsfest. Der Samstag gehört dann den drei ältesten Mundartbands der AG Schnüss: Schweess Fööss, Echte Fründe und Mäd nix. Dazwischen wird auch der Kabarettist Konrad Beikircher zum Zuge kommen. Der Sonntag ist dann wie schon in all den Jahren zuvor Familientag mit Konzerten aller Mundartgruppen in der Arbeitsgemeinschaft.

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