Düren - Mundart mit Altstar Graham Bonney und Cat Ballou

Mundart mit Altstar Graham Bonney und Cat Ballou

Von: Gudrun Klinkhammer
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Erstmals beim Mundartfestival: die Kölner Kölschrock-Band Cat Ballou im Dürener Stadtpark. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. Keine Frage, es war eine Sause: Das Mundartfestival, veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft (AG) Schnüss im Stadtpark in Düren, entpuppte sich als Publikumsmagnet und Stimmungskracher. Kam der Freitagabend zum Start der 24. Ausgabe mit 1000 Besuchern noch eher gediegen daher, bebte am Samstagabend das große Zirkuszelt – dank gut 1500 Personen.

Die Stimmung war ausgelassen, als die Bonner Brassband Querbeat und dann die Kölschrock-Band Cat Ballou aufdrehten. Den Eisbrecher spielten erfolgreich „De Halunke“, die „Klüngelköpp“ gesellten sich als vierte Band hinzu. Alle bedienten mit ihren Songs die Grundidee des Festivals: die Mundart lebendig zu halten. Querbeat mit Gitarrist und Sänger Jojo Berger, 33, vorneweg präsentierte eigene Songs auf Platt wie etwa „Dä Plan“ und auch „Nie mehr Fastelovend“. Die Musiker haben sich in der Schulzeit zusammengefunden. Die Band existiert nun seit 2001.

Zum ersten Mal ging die Kölschrock-Gruppe Cat Ballou an den Start – mit vollem Erfolg. Mundart-Titel wie „Nit allein“, „Immer, immer widder“ und „Hück steht de Welt still“ verfehlten die Herzen und Stimmbänder der Gäste nicht.

Am Freitagabend gaben sich Coldshot Live, die Oldie-Stars und The Shakers die Klinke in die Hand. Aus gesundheitlichen Gründen sagte die Band Stingray kurzfristig ab. Addy Clemens, Vorsitzender der AG Schnüss, meinte dazu: „Wir mussten innerhalb von 24 Stunden einen Ersatz finden, was uns dank guter Kontakte mit der Gruppe Timeless auch gelang.“ Wäre das Kunststück nicht geglückt, hätten die anwesenden Musiker jeweils 20 Minuten länger auf der Bühne stehen müssen.

Vor allem bei einem hätte das dem Publikum am Freitag überhaupt nicht leidgetan: bei Altstar Graham Bonney. Bevor dem 74-Jährigen in Anwesenheit seiner Ehefrau Iris und im Beisein von Dürens Bürgermeister Paul Larue die Ehrenurkunde der AG Schnüss überreicht wurde, bewies er, dass er die Bude nach wie vor rocken kann. Mit seiner charmant-markanten Stimme, seinem hervorragenden Gitarrenspiel und ein paar sportliche Faxen garniert überzeugt der gebürtige Londoner, der schon seit vielen Jahren in Kerpen zu Hause ist und vor kurzem die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat, sämtliche Generationen. Die Hits, mit denen seit mehr als einem halben Jahrhundert im Geschäft ist und die er in Düren im Halbplayback präsentierte, sind schon lange Kult: etwa „Hang On Sloopy“, „Lady Come Back“ und „Supergirl“.

Hildegard Dahmen, 62, und ihr Ehemann Rudolf, 64, aus Lendersdorf erinnerten sich an ihre Jugend und die Zeit, in der sie sich kennenlernten. Damals bereits liefen die Graham-Bonney-Hits in den Radios rauf und runter. Was Hildegard Dahmen gut gefällt und sie an diesem Künstler schätzt: „Früher hat er Schlager gesungen, heute hört man mehr Country- und Western-Musik, das finde ich klasse.“

Am Sonntag gab es ab Mittag das volle musikalische Programm, sieben Mundartbands hielten das Publikum in Atem, hinzu kam ein Traktortreffen mit Exponaten aus der Region. Addy Clemens dachte an die Anfänge des Festivals zurück: „Das erste war im Verhältnis ganz klein mit fünf Mundartgruppen an einem Abend. Es ist schon irre, wie sich das Festival dann entwickelt hat.“

Ein großer Schritt war vor einigen Jahren die Einrichtung eines Zelts. Das große Zirkuszelt macht die Veranstaltung wetterunabhängig und den Dürener Stadtpark gemütlich. Gespannt sind die Ausrichter, ob sie mit der Jubiläumsausgabe zum 25. Festival im kommenden Jahr die Variante 2017 „noch toppen können“.

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