Müllhalle in Flammen: Millionenschaden

Von: Stephan Johnen
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Der in der Halle gelagerte und in Brand geratene Müll wurde mit Schaum und Wasser getränkt, die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden. Die Wehr stufte den Brand in die höchste Kategorie ein. Foto: Stephan Johnen

Düren. Bei einem Großbrand auf dem Gelände des Dürener Service-Betriebs (DSB) ist am Dienstagabend die 1800 Quadratmeter große Lager- und Sortierhalle für gewerblichen Müll ausgebrannt.

Ersten Schätzungen des Betriebs zufolge erreicht der Schaden vermutlich Millionenhöhe. Personen wurden nicht verletzt.

Gegen 20 Uhr rückte die Dürener Wehr mit fünf Löschzügen an, nachdem ein Feuer in der Halle 4 des DSB gemeldet worden war. Weil die Stromversorgung der Halle ausgefallen war, mussten sich die Einsatzkräfte gewaltsam Zugang zum Innenraum verschaffen und die haushohen Rolltore mit Muskelkraft, später mit Gabelstaplern aufstemmen.

„Wir haben das Feuer von drei Seiten angegriffen”, berichtete Wehrleiter Jürgen Pelzer. Der in der Halle gelagerte und in Brand geratene Müll wurde mit Schaum und Wasser getränkt, die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden. Die Wehr stufte den Brand in die höchste Kategorie ein.

„Das Wichtigste ist jedoch, dass die ganze Zeit Messtrupps in der Stadt unterwegs waren - durch die beim Brand freigesetzten Gase entstand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung”, sagte Pelzer. Die zulässigen Höchstwerte seien „jederzeit unterschritten worden”.

Mit Einsatz von Baggern holten die Wehrleute und DSB-Mitarbeitern den schwelenden Müll aus der ausgebrannten Halle, um ihn unter freiem Himmel endgültig zu löschen. Die Arbeiten dauerten bis tief in die Nacht, eine Beleuchtungsgruppe des Technischen Hilfswerks sorgte für Flutlicht, das Deutsche Rote Kreuz versorgte die Einsatzkräfte mit Essen und warmen Getränken.

„Das größte Problem wird es nun sein, den Betrieb aufrechtzuerhalten”, sagte DSB-Betriebsleiter Richard Müllejans am Dienstagabend. Die Leerung der Mülltonnen in Privathaushalten sei nicht betroffen, nur für die Abwicklung des gewerblichen Mülls - eine nicht unerhebliche Stelle im Haushaltsplan des Servicebetriebs - müsse eine Lösung gefunden werden.

Die erst vor drei Jahren gebaute Sortier- und Lagerhalle wird noch von einem Statiker begutachtet. Die extreme Hitzeentwicklung könnte die Statik der Halle irreparabel beschädigt haben, hieß es an der Brandstelle. Müllejans: „Was hier in Flammen aufgegangen ist, ist die Aufbauarbeit von Jahren.”
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