Mozartabend: Musik, die alle Generationen anspricht

Von: gkli
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Professor Manfred Schnabel (hintere Reihe, 2. von rechts) und Professor Michael Temme (hinten rechts) sind die Ideengeber und Mitveranstalter des Mozartabends. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. Es geht um Liebe in all‘ ihren Facetten, von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart verstand es wie kein Zweiter, diese Gefühle in Musik umzusetzen. Im Haus der Stadt in Düren steht am Donnerstag, 21. Mai, der Arienabend „Liebe – Thema mit Variationen in Mozarts Opern“ auf dem Programm.

Ideengeber für diese Veranstaltung ist Professor Manfred Schnabel. Der 88-Jährige lebt in Nideggen, er wirkte lange Jahre als Generalintendant in Essen.

Manfred Schnabel kooperiert mit Professor Michael Temme aus Wien und dessen Schützlingen, mit dem Rotary-Club Düren, der Erna-Schiefenbusch-Gesellschaft und der Stadt Düren. Rund 50 junge Stimmen hörten sich die beiden Professoren vor einigen Monaten in Wien an, um daraus einen Bariton, zwei Tenöre und zwei lyrische Soprane zu verpflichten. Hinzu gesellt sich die junge Korrepetitorin Fan Juy, die die Aktiven am Klavier in Düren begleiten wird. Schnabel: „Die ,mozärtlichen‘ Musikpassagen, die wir ausgesucht haben, spiegeln die Liebe wider. Und zwar in allem, was die Liebe so zu bieten hat.“

Monika Paillon von Erna-Schiefenbusch-Gesellschaft betonte: „Wichtig ist uns, dass wir generationsübergreifend arbeiten.“ Daher werden auch Schüler der siebten, achten und zehnten Klassen der Hauptschule Gürzenich zum Thema „Liebe“ künstlerisch arbeiten und ihre Bilder am Konzertabend ausstellen.

Auch die Bewohner der Seniorenresidenz Burg Binsfeld arbeiten derzeit, angeregt vom Mozartprojekt, schöpferisch. Wie die Leiterin der Senioreneinrichtung, Karolin Schüßler, sagt, hört die Liebe niemals auf. Schüßler: „Wir erleben nicht selten, dass sich Paare bei uns finden und egal, wie alt sie sind – das Leuchten in den Augen bleibt bestehen.“

Dr. Jörg Winter, Präsident des Rotary-Clubs Düren, nannte zwei Gründe, warum seine Einrichtung das Projekt unterstützt: „Wir möchten jungen Künstlern ein Forum bieten, das ist ein unverzichtbares Element für ihre Ausbildung.“ Darüber hinaus sollen sich gerade auch junge Menschen mit der Musik Mozarts beschäftigen. Winter: „Das ist sehr attraktive Musik, bei der sich die Auseinandersetzung lohnt.“

Manfred Schnabel kam auf Mozart und sein Wesen zu sprechen. Der bekannte Film „Amadeus“ zeige sehr gut die Seiten, die Mozart als Mensch ausmachten, auf.

Freizügig und ungebunden

Mozart war freizügig und liebte es, ungebunden zu sein. Möglicherweise war das die Reaktion auf die strenge Erziehung seines Vaters, der bereits früh das Talent seines Sohnes erkannte und ihn in vielen Ländern als Wunderkind vorführte. Mozarts Musik, so Schnabel, sei zeitlos, sie vertrete nicht die spezielle Lebenseinstellungen wie etwa die des Rokoko.

In den Klängen sei für jede Generation etwas dabei. Kinder hätten an der berühmten „Zauberflöte“ ebenso ihren Spaß wie erwachsene Zuhörer. Der ehemalige Generalintendant selber liebt die Oper „Die Hochzeit des Figaro“. Schnabel: „In meiner Zeit als Intendant habe ich drei Mal ‚Figaros Hochzeit‘ inszeniert. Aufgrund dieses beruflichen Hintergrundes hängt wohl an dieser Oper mein Herz am meisten.“

Karten (zwölf Euro, ermäßigt sechs Euro) für „Liebe - Thema mit Variationen in Mozarts Opern“ am Donnerstag, 21. Mai, 20 Uhr gibt es ab sofort an der Theaterkasse im Haus der Stadt, Stefan-Schwer-Straße, Telefon 02421/251317, an der Kulturtheke im Bürgerbüro, Markt 2, Telefon 02421/252525, oder an der Abendkasse eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

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