Düren - Motorbootrennen: Der Weltmeister wird in Düren gekrönt

Motorbootrennen: Der Weltmeister wird in Düren gekrönt

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Mit bis zu 115 Stundenkilometern werden auch in diesem Jahr die schnellsten Piloten mit ihren Booten auf dem Wasser des Dürener Badesees unterwegs sein. Foto: Hendrik Geisler/Franz Sistemich
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Die Vorfreude ist groß bei den Verantwortlichen des ADAC, den Fahrern und dem Dürener Service Betrieb angesichts der vielen Rennen.

Düren. Wo sonst Kinder planschen, Schwimmer ihre Züge machen und die Dürener die Sommersonne genießen, geht es am Wochenende 26./27. September heiß her. Dann findet die dritte Auflage des Internationalen ADAC Motorbootrennens am Dürener Badesee statt. Dieses Jahr ist ein besonders spannendes Programm auf die Beine gestellt worden.

Neben den aus dem vergangenen Jahr bekannten Nachwuchs-Rennserien ADAC Motorboot Cup und GT 15 sowie dem ADAC Jetboot Cup findet in Düren in diesem Jahr der finale Lauf der Formel 4-Weltmeisterschaft statt. Da die Weltmeisterschaft noch nicht entschieden ist, kommt es an der „Dürener Adria“ zum Showdown zwischen dem gesamtführenden Italiener Alberto Comparato und dem aus Finnland stammenden Zweiten Risto Lindstrom.

Bis zu 25 Teilnehmer aus 15 Nationen werden ihr Können an den beiden Tagen präsentieren, darunter auch der aus Elsdorf stammende Dietmar Kaiser (47), der für das Team Germany Racing in der höchsten Klasse antritt. Mit den schnellen Italienern und Finnen kann der Motorboot-Pilot nicht mithalten, hofft aber auf eine gute Platzierung. „Wenn ich unter die ersten zehn Teilnehmer komme, wäre das schon toll“, sagt Kaiser.

Dabei spielten auch die äußeren Umstände eine besondere Rolle, erklärt Rennleiter Ekkehard Knape. „In Italien und Finnland haben die Piloten den See direkt vor der Haustür und können von morgens bis abends trainieren“, sagt Knape und fährt fort. „Das sind ganz andere Voraussetzungen, als heimische Fahrer sie vorfinden.“

Mit seinem roten Wasserflitzer wird Dietmar Kaiser während der Rennläufe bis zu 115 km/h schnell. Dass dies nicht ganz ungefährlich ist, weiß auch Knape: „Bei 16 Startern und solchen Geschwindigkeiten kann es zwischen den Fahrern auch schon einmal knallen.“ Damit die Schäden an Mensch und Maschine gering gehalten werden, müssen die Fahrer spezielle Sicherheitstrainings absolvieren. Rettungsboote sind im Notfall ebenfalls sofort zur Stelle.

In den vergangenen Jahren war das Motorbootrennen am Badesee ein großer Erfolg. Nachdem 2014 rund 3000 Zuschauer dem Spektakel beiwohnt warenen, hoffen die Veranstalter auf eine weitere Steigerung der Besucherzahlen. Dass erstmals auch ein Weltmeisterschaftslauf der Formel 4 am Badesee stattfindet, ist ein großer Gewinn für die Ausrichter.

Im Gegensatz zu Weltmeisterschaftsläufen in Frankreich, Italien und England, wo die Rennen auch auf Flüssen stattfinden, seien die Bedingungen in Düren für Zuschauer und Fahrer ideal. Besonders interessant wird ein Rundgang durch das Fahrerlager, das für die Zuschauer frei zugänglich ist. Der Eintritt kostet vier Euro pro Tag, ein Zweitages-Ticket sieben Euro. Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren zahlen die Hälfte, darunter ist der Eintritt frei.

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