Motocross: Sektdusche für Startnummer 77

Von: Axel Keldenich
Letzte Aktualisierung:
8624618.jpg
Kaum war Hans-Uwe Krüttgen mit der Nummer 77 als Erster im Ziel, wurde er mit großer Vereinsfahne und Sektdusche gefeiert, denn er war damit auch Deutscher Amateurmeister bei den Senioren. Foto: Axel Keldenich
8625667.jpg
40 Jahre nach seinem ersten Rennen für den MSC Kleinhau immer noch aktiv dabei: Peter Hentrich, wurde von seinem Verein geehrt.

Kleinhau. September in Kleinhau: Das bedeutet für den wohl bekanntesten Club im Ort immer Arbeit. Spätestens um den 15. rücken Mitglieder und Helfer aus, um alles für das Herbstrennen auf der Motocrossbahn am Raffelsberg vorzubereiten.

Diese Veranstaltung des 1966 gegründeten Clubs bezog auch in diesem Jahr wieder eine besondere Spannung aus der Tatsache, dass es die letzte Veranstaltung der Saison im Rahmen der Rennserie des Deutschen Amateur Motocross Verbandes (DAMCV) war. Deshalb ging es am Rande der Eifel in fast 20 Klassen um entscheidende Punkte um die Deutsche Amateur Meisterschaft.

Dementsprechend hoch war auch die Starterzahl. Allein in den Rennen des Samstags gingen 138 Starter auf die 1500 Meter lange Naturstrecke mit zahlreichen Auf- und Abfahrten, neun Sprüngen – unter denen sogenannte Tables bis zu 30 Meter sind – Schnellsprüngen und einer Terrasse. Diese natürliche Architektur macht den Kurs zu einer der anspruchsvollsten und schönsten Motocross-Strecken Europas.

Zu den Startern gehörte auch einer, der am Raffelsberg seit vier Jahrzehnten praktisch zu Hause ist. Das erste Motocross-Rennen, das Peter Hentrich gefahren hat, war am Sonntag exakt 40 Jahre her. Der 59 Jahre alte TÜV-Ingenieur entsinnt sich noch gut an sein erstes Motorrad, ein CZ aus tschechischer Produktion. Auf der gleichen Marke war er auch am Wochenende wieder unterwegs. Allerdings hat er im Laufe seiner ungewöhnlich langen Karriere 25 verschieden Motorräder gefahren.

Packende Rennen

Dass dabei eine Menge Platzierungen und Pokale heraussprangen, versteht sich von selbst. Ein fünfter Platz in einem europäischen Wettbewerb ist ihm davon besonders in Erinnerung geblieben, ebenso wie drei zweite Plätze bei deutschen Amateurmeisterschaften in der Veteranenklasse.

Am Wochenende reichte es zwar nur zu Platz neun, doch wurde er bei der Siegerehrung auf die oberste Stufe gerufen, denn sein Verein hatte eine besondere Ehrung für ihn vorbereitet. Eine Holztafel erinnert an 40 Jahre lizenziertes Fahren für den MSC Kleinhau.

Zwei besondere Rennklassen standen in Kleinhau zum ersten Mal auf dem Programm. Die Nachwuchs-Gespannklasse „Sidecar for Kids“ – ein absoluter Renner in den Niederlanden – und der DMV-Zweitakt-Cup erlebten Premieren auf der Rennstrecke.

Außerdem gab es an beiden Tagen packende Rennen in allen Solo-Klassen und in der Seitenwagen-Klasse zu sehen. Schließlich gingen auch die schnellen Damen an den Start, genau so wie die kleinsten Piloten, in der 50 ccm Mini-Klasse. Natürlich war der MSC Kleinhau in allen Kategorien mit zahlreichen Fahrern stark vertreten.

Einer von ihnen wurde denn auch am Samstag noch an der Strecke gefeiert. Als Hans-Uwe Krüttgen mit der Nummer 77 als Erster durchs Ziel kam, wurde er mit großer Vereinsfahne und Sektdusche gefeiert, denn er war damit auch Deutscher Amateurmeister bei den Senioren. Zweiter wurde in dieser Klasse sein Klubkamerad Wilfried Kosler vor Ansgar Kranen aus Issum.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert