Motocross-Rennen unter Fluchtlicht hat besonderen Reiz

Von: Kevin Teichmann
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Gleißende Scheinwerfer sorgen beim Flutlicht-Motocross-Rennen für eine ganz besondere Atmosphäre. Foto: Claudia Veith

Hürtgenwald-Kleinhau. Beherzt stürzt sich Tom Pölderl mit seinem Motorrad – einer SXF 450 von KTM – in die Kurven, nutzt die Kuppen auf der Motocross-Strecke, um für kurze Zeit durch die Nachtluft Kleinhaus zu fliegen. Nur das Flutlicht weist ihm den Weg.

Abseits der Strecke ist alles so dunkel geworden, dass man nichts mehr erkennen kann. „Ich fahre zum vierten Mal unter Flutlicht“, sagt Tom und seine Augen strahlen dabei mit dem Flutlicht um die Wette. Bereits zum 25. Mal fand am Wochenende das große Flutlicht-Motocross des Motosportclubs Kleinhau statt. Starter aus ganz Deutschland, der Schweiz, England oder Tschechien zog es zum Kult-Rennen in die Nordeifel.

„Dieses Event ist einmalig und ein besonderer Reiz. Es herrscht eine Atmosphäre wie bei keinem anderen Sport. In der internationalen Klasse hatten wir 46 Starter. Das war ganz schön hart und ist wortwörtlich ein Unterschied wie Tag und Nacht“, muss Tom Pölderl augenzwinkernd noch einmal tief durchatmen: „Das sind hier 20 Minuten lang Vollgas für den Körper.“

Um diesen Belastungen standhalten zu können, ist es nicht nur notwendig hochkonzentriert zu sein, sondern auch seinen Körper fit zu halten: „Neben dem Motocross-Training steige ich auch aufs Fahrrad und gehe ins Fitnessstudio.“

Doch damit allein ist es natürlich nicht getan: „Es ist nicht wie beim Fußball oder ähnlichen Sportarten, bei denen man nach Hause kommt, seine Sachen in die Waschmaschine wirft, und dann entspannen kann. Es ist richtig zeitintensiv. Unter der Woche werkelt man an seinem Motorrad, muss Fahrzeug und Montur instand halten, reinigen und pflegen – am Wochenende bei den Rennen muss man zwischen den Läufen dann aber auch den Luftfilter reinigen und kleinere Reparaturen vornehmen. Zehn bis 15 Stunden pro Woche sind normal, häufig ist es sogar mehr.“

Tom Pölderl fährt seit seinem vierten Lebensjahr Motocross und hat schon so manche Verletzung davongetragen. Dennoch denkt er nicht ans Aufhören: „Ich habe das Glück, dass meine Eltern voll und ganz hinter mir und meinem Hobby stehen, ohne sie könnte ich das nicht stemmen. Man muss den Kopf frei haben, sonst ist der Sport zu gefährlich. Mein Vater bringt während der Läufe mein Motorrad wieder in Schuss, damit ich mich etwas entspannen kann. Ich kann mich auch auf mein Team und meine Sponsoren immer vollauf verlassen, aber das größte Dankeschön gebührt einfach meinen Eltern!“

Von den Rennen auf dem Raffelsberg in Kleinhau nimmt der gebürtige Kufferather jedes Mal besondere Eindrücke mit: „Wenn man sieht wie begeistert manche Zuschauer das alles verfolgen, dann merkt man wie der Motorsport ihr Herz erfüllt.“

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