Morschenicher Friedhof in Planung

Von: Sarah Maria Berners
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Auch die Ehrengräber des Morschenicher Friedhofes werden am neuen Standort einen Platz finden. Foto: smb

Morschenich. Die ersten Umsiedler wohnen schon eine ganze Weile im neuen Ort. Und dort hat es auch schon erste Todesfälle gegeben. Einen Friedhof gibt es in Morschenich-Neu bislang aber nicht. „Vor allem der Friedhof ist ein sehr wichtiger Ort für ein Dorf“, betont Bürgermeister Georg Gelhausen (CDU).

Deswegen soll sich die Situation so schnell wie möglich ändern. Die Planung der sozialen Infrastruktur für Morschenich-Neu hat im Rathaus derzeit hohe Priorität. Der Baubeginn für den Friedhof ist für Juni geplant, im November soll er bereits fertig angelegt sein.

Im Herbst will RWE dann auch über das sensible Thema Umbettungen informieren. Der Tagebaubetreiber geht davon aus, dass die ersten Gräber im kommenden Jahr umgebettet werden. Dies findet ausschließlich im Frühjahr und im Herbst statt und wird von Fachfirmen übernommen.

„Generell werden die Umbettungen nur auf Antrag der Angehörigen ausgeführt und orientieren sich daher zeitlich an der jeweiligen, persönlichen Umsiedlungsplanung“, erklärt der Konzern, der für dieses Thema einen speziellen Ansprechpartner für die Umsiedler benannt hat.

Zunächst aber muss der Friedhof angelegt werden. Ein Entwurf liegt bereits vor, am Montag, 11. April, wird er den Umsiedlern vorgestellt. Außerdem wird dann über das Vereinsgebäude, den Sportplatz und den Kindergarten gesprochen. Denn auch das rege Vereinsleben des kleinen Dorfes soll an der neuen Wohnstätte weitergeführt werden können. Aktuell laufen nicht nur die Abstimmungen mit RWE, sondern auch mit den Vereinen, die ihre Belange darlegen können.

Zunächst steht aber der Friedhof ganz oben auf der Liste. Der Friedhof liegt am nördlichen Dorfrand und schließt sich an den jüngst bepflanzten „Wald der Erinnerung“ an, mit dem er über einen Weg auch verbunden wird. Im Mittelpunkt des Friedhofes soll ein Kreis liegen, in dessen Mitte ein Holzkreuz stehen soll. Die Planer sprechen von einer sogenannten „Lebensachse“, die sich vom Dorfplatz über die Kapelle bis zum Friedhof erstrecken würde. Für die Ausgestaltung der Kapelle ist das Bistum Aachen verantwortlich.

An dem zentralen Friedhofsplatz sollen auch die Ehren- und Ewigkeitsgräber (Priestergräber), die ebenfalls umgebettet werden, einen Platz finden. Dort soll auch ein Weltkriegsdenkmal aufgestellt werden. Außerdem ist für diesen Standort eine Urnenstele geplant. An der „Oberen Straße“ könnte ein Aschestreufeld für teilanonyme Bestattungen liegen. Entlang der Wege auf dem Friedhof sollen 147 Erd- und 40 Urnengräber entstehen.

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