Düren - Morschenich-Neu: Aus einzelnen Häusern wird richtiges Dorf

Morschenich-Neu: Aus einzelnen Häusern wird richtiges Dorf

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
11512773.jpg
Das provisorische Bushaltestellenschild in Morschenich-Neu soll schon bald einem richtigen Wartehäuschen weichen. Dafür müssen die Planungen für den zentralen Platz im Dorf aber noch einen Feinschliff bekommen. Foto: Sarah Maria Berners
11512776.jpg
Neben der Heizzentrale soll noch in dieser Pflanzperiode der „Wald der Erinnerung“ entstehen, angrenzend wird der Friedhof gebaut. Foto: Sarah Maria Berners

Düren. Kräne und Baustellenfahrzeuge bestimmen das Bild im Umsiedlungsort, ein Haus nach dem anderen wächst in die Höhe. So richtig nach einem Dorf sieht das riesige Neubaugebiet noch nicht aus, aber ein Weihnachtsbaum leuchtet abends auf dem Platz, der später einmal der Dorfplatz sein wird. Gleich daneben steht ein provisorisches Bushaltestellenschild. Morschenich-Neu ist in Bewegung.

„21 Häuser sind schon fertig, für 13 weitere laufen die Bauarbeiten, fünf Bauanträge liegen der Gemeindeverwaltung vor“, fasst Thomas Lüssem, Leiter des Merzenicher Bauamtes, den Stand der Dinge zusammen. Alle paar Wochen bietet sich im Umsiedlungsort ein ganz neues Bild. Dann steht hier ein neuer Kran, ist dort ein Fundament gegossen, hat ein paar Häuser weiter ein Gebäude in die Höhe geschossen. Unter anderem wird derzeit an einem Mehrfamilienhaus mit acht Mieteinheiten gebaut. Auch für das Mietshaus der Gemeinde soll Ersatz geschaffen werden.

38 Menschen leben derzeit in dem Umsiedlungsort, der bis 2023 Heimat vieler Morschenicher werden soll. Die ersten Umsiedler leben schon seit knapp einem Jahr in Morschenich-Neu, 386 Einwohner sind noch in dem Dorf gemeldet, das in einigen Jahren Geschichte sein wird. Im alten Ort wird immer deutlicher, dass seine Tage gezählt sind. Im neuen Ort sind viele der insgesamt 130 Grundstücke schon vorgemerkt, Verhandlungen mit dem Tagebaubetreiber laufen noch.

Damit aus Morschenich-Neu aber ein richtiges Dorf wird, bedarf es mehr als der Häuser, in denen die Familien leben. Die Bürger brauchen ein Vereinsgebäude und einen Sportplatz, einen Dorfplatz, einen Friedhof, einen Kindergarten, auch eine Kapelle ist geplant. Und auch in diese Infrastruktur des neu entstehenden Dorfes soll in diesem Jahr Bewegung kommen. „Es liegen schon Vorentwürfe für das Multifunktionsgebäude, das von den Vereinen genutzt werden wird, vor, die wir nun mit den Vereinen abstimmen werden“, erklärt Bauamtsleiter Thomas Lüssem. „In diesem Jahr soll mit den Bauarbeiten für das Gebäude und den Sportplatz begonnen werden, damit es rechzeitig nutzbar wird.“ Unter anderem die Kleinkaliberschützen, deren Schießstand außerhalb des alten Dorfes und damit näher an der Abbruchkante liegt, brauchen eine neue Sportstätte. Diese soll am Ortseingang links liegen, vor der markanten Heizzentrale.

Hinter der Heizzentrale wird ein „Wald der Erinnerung“ entstehen, daran angrenzend wird der neue Friedhof liegen. „Auch dessen Errichtung ist für dieses Jahr geplant“, erklärt Thomas Lüssem.

In der Nähe soll nach bisherigen Planungen auch eine Kapelle errichtet werden, auch ein Kindergarten ist geplant.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert