Monte-Sophie-Lauf: Läufer schwitzen Blut und Wasser

Von: say
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500 Starter haben sich schon für den Lauf rund um die Sophienhöhe angemeldet. Foto: imago/Jochen Tack

Niederzier. Rund 500 Teilnehmer werden sich am 19. August auf die Rennstrecke rund um die Sophienhöhe begeben. Dann veranstaltet die Leichtathletikabteilung des TV Huchem-Stammeln zum 16. Mal den Monte-Sophia-Lauf und damit verbunden den 58. Heinrich-Antons-Gedächtnislauf.

Abteilungsleiter Heinz-Georg Klein ist selbst passionierter Läufer, und er rührt für jeden Lauf, an dem er selbst teilnimmt, kräftig die Werbetrommel – mit Erfolg. „Für einen Volkslauf, wie wir ihn veranstalten, sind 500 eine sehr gute Zahl“, sagt Klein, der seit 2012 Cheforganisator des Laufs ist. Die Teilnehmer kommen nicht nur aus dem Umkreis von Niederzier, sondern aus ganz Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden.

Besonders freut sich Klein über 41 Läufer, die sich aus Niederziers Partnerstadt Vieux Condé (Frankreich) angemeldet haben. Auch wenn Klein die Hauptverantwortung für die Veranstaltung hat, ohne seine 88 Helfer könnte der Volkslauf nicht stattfinden.

Warum finden überhaupt so viele Läufer den Weg nach Niederzier? Auf diese Frage gibt es sicherlich mehrere Antworten: wenig Asphalt, dafür viele feste Kieswege und eine landschaftlich reizvolle Strecke, womit nicht nur die Füße, sondern auch das Auge zufriedengestellt werden. „Bei uns hat man eine familiäre Atmosphäre. Die Läufer sollen Spaß haben“, sagt Klein. Zudem gibt es viele verschiedene Läufe.

Von der flachen Broisterd-Runde über den zehn Kilometer langen Montolino-Lauf mit einigen Höhenmetern, auf denen auch Wanderer und Walker gern gesehen sind, bis hin zum Hauptlauf, dem Monte-Sophia-Lauf über 28,1 Kilometer und 370 Höhenmeter. Klein berichtet über viele besondere Merkmale des Hauptlaufes. Bei Kilometer sechs hat man den „Wendehammer“ überwunden, den ersten Anstieg, wonach es erstmals zur Erholung bergab geht. Diese endet ab Kilometer elf. Hier müssen die Läufer eine Rodelbahn bergauf bezwingen, bevor sie es mit der „Blutstrecke“ zu tun bekommen: ein vier Kilometer langer Anstieg aus Serpentinen.„Der Name entstand, da die Läufer dort Blut und Wasser schwitzen.“

Nach einer Runde um den „Hinkelstein“ am Jülicher Kopf erreichen die Läufer bei Kilometer 20 den „Römerturm“, von wo es nur noch bergab geht. Dort haben die Läufer nicht nur die schönste Aussicht über den Tagebau. Dort treffen sie auch auf das „Maskottchen“ des Laufes: Konrad Vilvo. Der 79-Jährige begrüßt die Athleten im Cäsar-Kostüm und reicht ihnen Trauben und Bananen. „Bis auf die ganz Ambitionierten bleiben eigentlich alle stehen und machen Fotos mit ihm“, berichtet Klein. Mit seinen 28,1 Kilometern ist der Berg-Erlebnislauf die längste und wohl auch anspruchsvollste Strecke des aus neun Stationen bestehenden Rur-Eifel-Volkslauf-Cups.

„Viele nutzen unseren Lauf als Vorbereitung für einen Marathon“, meint Klein. Im vergangenen Jahr vermisste er bei der Siegerehrung den Sieger Maciek Miereczko. Der lief mit 1:41:28 Stunden nicht nur einen neuen Streckenrekord, sondern auch direkt weiter, weil seine Frau hochschwanger war. Wie Klein berichtet, ist der Titelverteidiger wieder am Start und würde sich bei erneutem Erfolg dieses Mal auch vor Ort krönen lassen. Und was macht Klein ab dem 20. August? „Nach dem Lauf ist vor dem Lauf. Wir werden uns zusammensetzen und den Volkslauf weiter verbessern, denn irgendwann will ich die 1000 Teilnehmer vollmachen.“

In diesem Jahr wird es am Ziel zum ersten Mal zwei Massageplätze für die müden Läufermuskeln geben.

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