Mohamed Ali läuft erneut Streckenrekord

Von: Jörg Abels
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Start zum 30. Dürener Stadtlauf: Vorjahressieger Eddy Vandeputte (Nummer 63) und Fahd Mellouk (143) belegen am Ende die Plätze zwei und drei. Foto: Jörg Abels
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Der erste Startschuss fiel für die Bambini: Mehr als 240 Kinder ab zwei Jahren liefen hochmotiviert vom Bürgerbüro bis zum Stiftischen Gymnasium. Foto: Jörg Abels
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Die Sieger des 30. Dürener Stadtlaufes: Mohamed Ali aus Nimwegen und Claudia Laschnik von der DJK Jung Siegfried Herzogenrath. Foto: Jörg Abels
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Die Sieger des 30. Dürener Stadtlaufes: Mohamed Ali aus Nimwegen und Claudia Laschnik von der DJK Jung Siegfried Herzogenrath. Foto: Jörg Abels

Düren. Der in den Niederlanden lebende Somalier Mohamed Ali hat den 30. Dürener Stadtlauf in neuer Streckrekordzeit von 30:32 Minuten gewonnen. Im Ziel galt der erste Dank des 25-Jährigen dem Dürener Sven Rehbein, der Ali auf dem Fahrrad mit der Trillerpfeife im Mund den Weg durch das überwiegend aus Breitensportlern bestehende Teilnehmerfeld des Zehn-Kilometer-Laufes gebahnt hatte.

„Die Atmosphäre war einfach toll“, erklärte der Sportmanagement-Student. „Es waren unheimlich viele nette Leute an der Strecke. Einfach Wahnsinn.“ Für den Somalier war es der zweite Sieg in Düren nach 2012. Schon damals lief er Streckenrekord (30:56 Min.). Ali hatte sich fest vorgenommen, seine drei Jahre alte Bestmarke zu unterbieten, nachdem er vor kurzem erst mit einer Zeit unter 30 Minuten hatte aufhorchen lassen.

Von dem Ermüdungsbruch, der in vor zwei Jahren außer Gefecht gesetzt hatte, war nichts mehr zu spüren. Vom Start weg lief der Somalier ein einsames Rennen gegen die Uhr. Auch Vorjahressieger Eddy Vandeputte und der Dürener Fahd Mellouk auf den Plätzen zwei und drei konnten seinem hohen Tempo nicht folgen. „Ali ist ein Profi, der in einer anderen Liga unterwegs ist“, zollte Fahd Mellouk dem Sieger größten Respekt. Auch das warme Frühlingswetter schien dem Somalier nichts auszumachen, während Fahd Mellouk im Ziel einräumen musste: „Die Bedingungen haben doch ganz schön gezehrt. Die Luft war ganz anders als in den vergangenen Tagen.“ Vielleicht war das ein Grund, warum Mellouk die vor dem Start anvisierte 33er Zeit in 34:27 Minten knapp verfehlte. Trotzdem war er zufrieden, sicherte er sich mit seinem 3. Platz doch auch den Titel des Regiomeisters der Leichtathletik-Kreise Aachen, Düren, Euskirchen, Heinsberg und Köln.

Bei den Frauen gewann die 34-jährige Claudia Leschnik von der DJK Jung Siegfried Herzogenrath. In 39:27 Minuten verwies sie Vorjahressiegerin Ise Maschmeier vom Dürener TV und Annabel Diawuoh (VFL Engelskirchen) doch deutlich auf die Plätze.

Den Fünf-Kilometer-Lauf hatte zuvor Daniel Laps (ASC Düsseldorf) in 16:55 Minuten vor dem Aachener Markus Esser gewonnen. Als Dritter zeigte DTV-Nachwuchsläufer Niklas Schreiber eine gute Leistung vor seinen Vereinskameraden Fabian Klinkhammer und Florian Kirch. Bei den Frauen gewann Heidi Schwartz aus Köln. Die gemischte Schulmeisterschaft ging an die KGS Südschule, den Sieg bei der Firmenstaffel holte das Team von Voith Papers.

Gewinner gab es aber noch einige mehr: Da waren zum einen die knapp 250 Mädchen und Jungs ab zwei Jahren, die zum Auftakt beim Bambini-Lauf voller Enthusiasmus vom Bürgerbüro am Markt 400 Meter weit zum Stiftischen Gymnasium rannten und sich im Ziel alle als Sieger fühlen durften, angefeuert von Hunderten Zuschauern entlang der Strecke.

Auch Peter Borsdorff strahlte. Der Läufer mit der Startnummer eins und der schon legendären „Duus“ im Arm kam zwar traditionell im Hauptlauf als einer der Letzten ins Ziel, dafür aber wieder mit mehreren Kilo Münzen im Gepäck, die in seine aktuelle Spendenaktion „Tobimobil“ fließen. Mit dieser Aktion will Borsdorff die Familie eines dreijährigen Jungen aus Düren unterstützen, der an einer therapieresistenten Epilepsieform leidet.

Und als Gewinner durften sich auch die Organisatoren des GFC Düren 99 um Udo Biege fühlen, die sich bei Bilderbuchwetter über einen Zuspruch in bislang unerreichter Größenordnung freuten. Dank zahlreicher Nachmeldungen steht der neue Teilnehmerrekord beim Stadtlauf nun bei 1387 Startern. Und selten lockte der Lauf auch so viele Zuschauer in die Stadt. Schon beim Start der Bambini waren alle Plätze in den Cafés entlang der Strecke besetzt.

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