Modellsportverein: Mit 600 Watt starken Motoren um DM-Titel

Von: Gudrun Klinkhammer
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Sebastian Beurskens freut sich auf die Deutsche Meisterschaft am kommenden Wochenende in Kleinhau und ist gespannt auf das Können der Konkurrenz. Foto: Klinkhammer

Kleinhau. „Chancen rechne ich mir schon aus, aber man weiß nie, was die Konkurrenz macht“, sagt Sebastian Beurskens. „Man glaubt, man ist schnell, und dann kommt einer, der viel besser ist und einem davon fährt.“ Am Samstag und Sonntag, 20. und 21. August, geht es auf der Modellsportbahn in Kleinhau um Geschwindigkeit und technisches Feingefühl, um Wettbewerb und menschliche Kontakte.

Die Deutsche Meisterschaft in den Modellauto-Klassen „Buggy 4WD“, „Buggy 4WD Standard“ und „Truggy 2WD“ wird auf der 212 Meter langen Kunstrasenbahn am Moto-Cross-Gelände ausgetragen. Ausrichter ist der Modellsportverein Hürtgenwald, Veranstalter der Deutsche Minicar Club mit Sitz in Rellingen. Rund 100 Teilnehmer werden aus dem ganzen Land anreisen und sich im Fahren mit einer Fernbedienung in der Hand messen. Rund 20 Teilnehmer kommen aus der Hürtgenwalder Region.

Bei allen Autos handelt es sich um Bausätze in der Größenordnung 1:10. Alle kleinen Flitzer fahren mit Elektromotoren. Der 31-jährige Vossenacker Sebastian Beurskens gehört seit 1996 dem Modellsportverein Hürtgenwald an. Seit 20 Jahren beschäftigt er sich mit der diffizilen Technik auf vier kleinen Reifen. Über einen Schulfreund kam er mit diesem Hobby in Kontakt.

Nach der Schule und nach einer Ausbildung zum Feinwerkmechaniker trieb es den Vossenacker wieder in Richtung Modellbau. Er geht dieser Passion nicht mehr nur als Hobby nach, inzwischen setzt er auch beruflich auf diese Schiene. Beurskens zu seinem Training: „Eigentlich übe ich ja den ganzen Tag, da Arbeit und Hobby bei mir mitein-ander verschmelzen.“

Seine Arbeit schätzt er ebenso wie sein Hobby als abwechslungsreiches und spannendes Unterfangen. Beurskens: „Der Umgang mit den Leuten, die Technik von Modellbau-Autos, -Schiffen und -Flugzeugen und immer mal wieder ein Wettbewerb, das macht wirklich richtig Spaß.“

Und das Hobby mit teilweise rasanter Geschwindigkeit ist eben nicht so gefährlich und so teuer wie das Fahren im öffentlichen Straßenverkehr. Einen großen Wettbewerb wie die Deutsche Meisterschaft hat Sebastian Beurskens noch nicht gewonnen. Nun hat er die Qualifizierungsläufe allerdings locker hinter sich gebracht und ist auf die Konkurrenz und das eigene Abschneiden sehr gespannt.

Ein Meisterschaftsauto kostet rund 1000 Euro. Öl gedämpfte Stoßdämpfer, Allrad, ein 400 bis 600 Watt Motor und eine weitreichende Fernbedienung sind in diesem Preis inbegriffen.

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