Modellflugtage: Staffel aus Niederzier zum letzten Mal dabei

Von: mie
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Gehen in der Form nicht mehr in die Luft: die Staffel des Modellflugvereins Niederzier mit (v.l.): Frank Klein, Frank Pelzer, Franz-Josef Janßen, Uli Ecker, Norbert Gruber und Marco Buchenau. Foto: Miebach

Kleinhau. Während der Hürtgenwalder Modellflugtage veranstaltete der Modellflugverein aus Hürtgenwald eine Ausstellung auf seinem Flugplatz in Kleinhau. Innerhalb des Vereins gibt es mehrfache deutsche Meister, die ihre Modelle für die Zuschauer zur Schau stellten.

Der ehemalige Vorsitzende und langjähriges Vereinsmitglied Franz-Josef Junkersdorf präsentierte freudestrahlend seine PT17. „Jede Niete, jede Stelle ist originalgetreu nachgebaut. Ich habe für die Fertigstellung ungefähr ein Jahr gebraucht“, sagte Junkersdorf über sein Modell.

Zum Betrieb in der Luft erklärte Ralf Heuser, der 1. Schriftführer des Vereins: „Die Modelle, die hier in die Luft steigen, sind bis zu 25 Kilo schwer und alle selbst gebaut.“ Um überhaupt auf dem Flugplatz ein Modell in die Lüfte schicken zu dürfen, bedürfe es einige Vorbereitung: Zusätzlich zu einer Aufstiegsgenehmigung muss die Bezirksregierung alles absegnen. Ein Flugleiter war anwesend, der den Luftraum beobachtete und die Personen und Fahrzeuge am Boden im Auge behielt.

Bei bewölktem Wetter starteten die Modelle nacheinander in die Luft und flogen einzeln wie auch als Staffel verschiedene Figuren in einer Kür. Zum letzten Mal an den Start ging die Staffel des Modellflugvereins aus Niederzier. Die sechs Männer, die seit knapp acht Jahren verschiedenste Modellflugtage besuchten, beendeten ihre gemeinsame Zeit an diesem Wochenende.

„Hier in Kleinhau hat damals alles angefangen, und hier endet es auch. Wir haben sehr viel Erfahrung gesammelt und Spaß gehabt, aber aus privaten Gründen gehen wir jetzt verschiedene Wege“, sagte Norbert Gruber, Mitglied der Staffel. Höhepunkte ihrer gemeinsamen Zeit stellten einige überregionale Flugtage dar, an denen sie auch gegen weltbekannte Staffeln angetreten sind. „Genau wie der Modellflugverein aus Würselen gehören die Niederzierer zu unserer Familie“, sagte Ralf Heuser. „Sie waren jedes Jahr dabei, und es hat immer Spaß gemacht.“

Auf dem vereinseigenen Gelände waren an diesem Wochenende mehr als 60 Mitglieder aktiv. Zur Vereinsstruktur erzählte Heuser: „Unser Verein ist für Jung und Alt: Wir haben 16-jährige Mitglieder und auch Männer, die über 70 sind. Diese breite Altersspanne ermöglicht uns auch den Lehrer-Schüler-Betrieb aktiv wahrzunehmen, das ist wie Unterricht – nur in der Luft.“ Aber: „Leider lässt der Nachwuchs etwas nach, obwohl wir beim Modellbau und bei der Flugausbildung gerne helfen.“

Im Modellflugverein werden alle Sparten des Modellflugs betrieben. Neben Motorflug mit Elektro- oder Verbrennungsantrieb starteten auch Jets, Hubschrauber, Multicopter und Segler-F-Schlepp-Flieger. Der 1. Vorsitzende, Markus Kreutz, war mit dem Wochenende zufrieden, und er hofft, dass das in Zukunft so bleibt: „Vielleicht findet sich noch interessierter Nachwuchs für uns.“

Zum 44-jährigen Bestehen des Vereins nahmen dieses Mal auch Piloten befreundeter Modellflugvereine teil.

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