Modellflugtage: Auch Schüler-Lehrer-Flüge sind im Angebot

Von: Hendrik Buch
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Fachsimpeleien im Sonnenschein
Fachsimpeleien im Sonnenschein: Bei den Modellflugtagen diskutierten und präsentierten die Flieger ihre Modelle. Foto: Buch

Kleinhau. Schließt man die Augen, könnte man meinen ein Düsenjet flöge über die Köpfe der Menschen auf dem Modellflugplatz. Tatsächlich ist das Flugobjekt aber deutlich kleiner und sein Pilot befindet sich am Boden. Von dort manövriert er den Jet per Fernsteuerung.

Ganze fünf Minuten dauert der Flug der Turbinenmaschine, dann sind anderthalb Liter Treibstoff verbraucht und der Flieger setzt zur erfolgreichen Landung an - Applaus.

Die Flugtage sind der Höhepunkt des Jahres für den Modellflugverein Hürtgenwald. Beim freien Fliegen darf jeder, dem die Finger kribbeln, seine Maschine dem Publikum präsentieren. Neben den 45 Vereinsmitgliedern sind jedes Jahr auch Freunde von Gastvereinen anwesend. Der Verein freut sich natürlich auch immer über das Interesse des Publikums. „Wir vereinbaren immer gerne Schüler-Lehrer-Flüge, dabei startet der Lehrer den Flieger und übergibt dann in der Luft die Kontrolle an den Schüler”, wirbt der erste Vorsitzende Jürgen Sarlette. „So kann man prima die Lust am Hobby wecken.”

Das System scheint Erfolg zu haben, gerade in der Jugend hat der Verein im Moment guten Zulauf. „Die Jugend zieht mit”, sagt Sarlette. „Das freut uns. Das Hobby ist in den vergangenen Jahren aber auch wirklich erschwinglich geworden, mittlerweile sind die Einsteiger-Modelle schon für 200 bis 300 Euro zu bekommen.”

Auf die Frage was denn den Reiz des Modellfliegens ausmache erklärt er beim Gang entlang der Flugzeuge: „Das ganze Hobby ist einfach sehr vielseitig, man bastelt drinnen und fliegt draußen. Es gibt unzählige Typen von Maschinen, generell kann man zwischen Seglern und Motormaschinen unterscheiden. Betrieben werden viele Motoren mit Verbrennung, der Trend geht aber zur Elektronik. Die Segler werden mit Schleppmaschinen nach oben gebracht.”

Während die Preise für die Modelle relativ niedrig beginnen sind nach oben keine Grenzen gesetzt. Gerade beim sogenannten „Scaling”, dem Nachbauen von Originalmaschinen, lassen sich Preise schwer beziffern - kein Wunder bei Bauzeiten von bis zu einem Jahr. Je originalgetreuer, je wertvoller ist das Modell.

Einzig die Maßstäbe sind hier flexibel, auf den Modellflugtagen reichen sie von 1:4 bis 1:2, also gerade einmal halb so groß wie das Original. „Wer dieses Hobby ausführen möchte, für den ist es ratsam sich einem Verein anzuschließen, das hat mit dem Versicherungsschutz zu tun. Modellfliegen ist nicht überall erlaubt, gerade bei schweren Maschinen sollte man vorsichtig sein.”
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