„Modelkommune E-Government“: Bürger müssen die Vorteile spüren

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Prof. Dr. Jürgen Stember (Hochschule Harz), Henning Schulz (Bürgermeister der Stadt Gütersloh), Petra Rothkranz (Düren), Olaf Neumann (Ortenaukreis), und Manfred Schnur (Landrat des Landkreises Cochem-Zell, von links)) berichteten über ihre Erfahrungen mit dem E-Government..

Düren. Für das Dürener Modellkommunen-Team um Petra Rothkranz, stellvertretende Leiterin des Hauptamtes der Stadt Düren, war die Abschlussveranstaltung des bundesweiten Projekts „Modellkommune E-Government“ in Berlin ein großer Moment.

Es war der richtige Zeitpunkt, um auf zwei Jahre intensiver Arbeit zurückzuschauen und sich über das Erreichte zu freuen.

Der Blick zurück

Ein Blick zurück: Im August 2013 trat das E-Government-Gesetz des Bundes in Kraft, das die rechtlichen Voraussetzungen für ein vielfältiges Angebot elektronischer Dienstleistungen der Verwaltung bot. Auf kommunaler Ebene ist der Einsatz von E-Government besonders wichtig. Um diese breitgefächerten Möglichkeiten in den Kommunalverwaltungen deutlich zu machen, rief das Bundesministerium des Innern mit dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie dem Deutschen Landkreistag das Projekt „Modellkommune E-Government“ ins Leben.

In diesem Teilnahmewettbewerb sollten die Kommunen nutzerfreundliche Konzepte für den Einsatz von E-Government-Lösungen entwickeln und in der Praxis anwenden, um so Modelle und Vorbilder für andere Kommunen zu schaffen.

Düren wurde neben Halle (Saale), Gütersloh, Norderstedt sowie der Bewerbergemeinschaft Ibbenbüren und den Landkreisen Cochem-Zell, Ortenaukreis und Heidekreis als Modellkommune ausgewählt.

Die acht Modellkommunen haben in der zweijährigen Projektlaufzeit eng kooperiert. Das Ergebnis wurde jetzt bei der Abschlussveranstaltung in Berlin präsentiert. „Die Vorteile von E-Government müssen für die Bürger direkt erfahrbar sein“, betonte Staatssekretär Klaus Vitt in seiner Eröffnungsrede.

Während einer Podiumsdiskussion hatte Petra Rothkranz Gelegenheit zu berichten, dass sich eine Aufbruchstimmung entwickelt habe. Durch das Projekt wurde ein anderes Bewusstsein und eine Akzeptanz für das Thema E-Government sowohl bei den Bürgern als auch in der Verwaltung geschaffen. Die Nutzerzahlen im Bürgerportal der Stadt Düren steigen stetig, sieben von zehn Projekten wurden von der Stadt Düren realisiert, die anderen stehen kurz vor dem Abschluss.

Mit den anderen Modellkommunen hat die Stadt Düren die Erfahrungen in einem Projektbericht dokumentiert.

Die Modellkommunen wollen ihre Zusammenarbeit fortführen als kommunales Netzwerk, das für alle Interessierten offen ist. Auch ein sogenanntes „Kochbuch“, in dem detailgetreu der Weg zur Digitalisierung von Verwaltungsleistungen erklärt wird, ist aus dem Projekt hervorgegangen. Es soll andere Kommunen ermutigen, den gleichen Weg einzuschlagen und Grundlage für weiterführende Diskussionen sein, eine Plattform zum Erfahrungsaustausch.

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