Mode macht ihr einfach Spaß

Von: Bruno Elberfeld
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Designstudentin Mara Rudnick (vorne in langer Hose) stellte im Stadtpark-Restaurant Düren drei Outfits für Frauen vor. Am 9. Februar ist sie bei der Modemesse CPD in Düsseldorf vertreten. Foto: Elberfeld

Düren. So kann man auch zu seinem Glück geführt werden: Mara Rudnick wollte von Kindesbeinen an immer recht schick zur Fete, zur Karnevalsparty oder später zur Abiturfeier. Immer war ihre Mutter zur Stelle und nähte für ihre Tochter die tollsten Unikate, während viele ihrer Altersgenossinnen die Kleider von der Stange tragen mussten.

Doch es kam die Zeit - Tochter Mara wurde 15 Jahre alt - da hieß es: „Selbst ist die Frau!”

Das war früher. Und heute? Mit einigen anderen Studentinnen wurde die Dürenerin für die Modemesse CPD in Düsseldorf ausgewählt. Am 9. Februar darf sie nun - beobachtet von Profis aus der Modebranche - ihre Kollektion zeigen, drei Outfits für Frauen, zwei für Männer.

Noch einmal zurück zu den Anfängen: Mara Rudnick entwarf mit Hilfe ihrer Mutter Kleider, schnitt die Stoffe zu und nähte. Fehlversuche gab es auch. Allmählich jedoch bekam sie das Gefühl für die Arbeitsabläufe, und es machte ihr zunehmend Spaß, etwas zu zeichnen, zuzuschneiden und dann zu nähen.

„Ich hatte Blut geleckt”, erinnert sich die Designstudentin, „und konnte und wollte nicht mehr aufhören.” Es war einfach toll für sie, mit ihren Händen Dinge zu schaffen, die sie sich im Kopf ausgedacht hatte.

Nach dem Abitur an der Anne-Frank-Gesamtschule verbrachte Mara ein Jahr in Neuseeland, arbeitete dort als Kellnerin und Erntehelferin. „In diesem Jahr hatte ich Muße, mir über meine Zukunft klar zu werden: Und das war die Mode!”

Im fünften Semester besucht sie jetzt eine private Modeschule in Düsseldorf. Den Abschluss zur Modedesignerin wird sie im August machen. Bei den Entwürfen für die Messe hat sie eine Komposition aus der Mode der 30er- und 40er Jahren mit modernen Elementen versucht.

Wie ihre Zukunft aussieht, weiß sie noch nicht. Karl Lagerfeld und Georgio Armani haben jedenfalls noch nicht angerufen. Mara Rudnick hofft auf eine Anstellung in einer großen Firma. Sich selbstständig zu machen, ist eine ihrer Optionen. Sie ist sich sicher, irgendwo ein Plätzchen zu finden, wo sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen kann, denn „Mode”, so sagt sie, „ist ein Teil meines Lebens.”
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