Kreis Düren - „Mobilitätskonzept 2025”: Bus, Bahn und Auto sinnvoll kombinieren

„Mobilitätskonzept 2025”: Bus, Bahn und Auto sinnvoll kombinieren

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Professor Christiane Vaeßen,
Professor Christiane Vaeßen, Prorektorin für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer an der FH Aachen (3.v.l.), und ihre Kolleginnen und Kollegen entwickeln gemeinsam mit dem Kreis Düren ein nachhaltiges Mobilitätskonzept.

Kreis Düren. Der Deutschen liebstes Kind verliert an Faszination. Junge Leute sehen im Auto zunehmend ein bloßes Beförderungsmittel; für viele zählt der Nutzen, nicht mehr nur das Besitzen. Der Weg ist also frei für eine neue Mobilitätskultur. Doch wie soll die aussehen? Welche Verkehrsmittel nutzen die Menschen im Jahr 2025 im Kreis Düren?

Mit dieser Frage setzen sich ab sofort zahlreiche Wissenschaftler der FH Aachen auseinander. Professor Christiane Vaeßen, Prorektorin für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer, und acht weitere Experten steckten jetzt im Kreishaus gemeinsam mit Landrat Wolfgang Spelthahn und seinen Mitarbeitern das Feld für die künftige Forschung ab. Grundlegende Annahme dabei: Nur durch eine sinnvolle Verknüpfung von Fuß-, Rad-, Bus-, Bahn- und Autoverkehr lässt sich Mobilität aller Menschen in dem ländlich geprägten Raum sichern, wobei die möglichst abgasfreien Fahrzeuge im Individualverkehr gemeinschaftlich genutzt werden sollten.

Für die Bestandsaufnahme sorgte Walter Weinberger beim ersten Treffen. Der Leiter des Amtes für Kreisentwicklung und -straßen führte den Gästen, darunter sechs Professoren, den Ist-Zustand in den einzelnen Verkehrssparten vor Augen. Als Rückgrat im öffentlichen Personennahverkehr stellte er die Dürener Kreisbahn und die Rurtalbahn heraus - welcher andere Kreis wird schon der Länge nach von einem eigenen Eisenbahnunternehmen erschlossen? Als weiteren Pluspunkt nannte er die Fahrradfreundlichkeit des Kreises.

Auf dem Zukunftsfeld der Elektromobilität wurden bereits erste Pflöcke eingeschlagen: Zwischen Titz und Heimbach gibt ein gutes Dutzend Tankstellen für E-Fahrzeuge. Unter dem Titel „Mobilität 2025” werden die Wissenschaftler jetzt mit dem Kreis Düren konkrete Projekte entwickeln. Elektrofahrzeuge werden sicher einen viel größeren Stellenwert haben als bislang. Dies gilt auch für die Fahrzeuge im öffentlichen Personennahverkehr. Ein weiteres zentrales Thema werden Carsharing-Modelle, bei denen Autos gemeinsam genutzt werden, sein.

Natürlich soll das Idealbild der Mobilität am Ende nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch im Alltag funktionieren. In einer ersten Näherung an den Forschungsgegenstand werden die Aachener Wissenschaftler das Kreishaus Düren und die dort Beschäftigten unter die Lupe nehmen. Gefragt sind intelligente Mobilitätskonzepte, die den Parkplatzmangel nicht mehr als Malus spürbar werden lassen.

Bürger sollen profitieren

Landrat Wolfgang Spelthahn freut sich, dass die Experten der FH Aachen den Kreis Düren mit Rat und Tat unterstützen: „Mobil zu sein ist ein menschliches Grundbedürfnis. Da die fossilen Treibstoffe immer knapper und damit teuer werden, steht das Verkehrswesen vor großen Veränderungen. Wir wollen den unausweichlichen Wandel zum Wohle der Menschen im Kreis Düren aktiv mitgestalten.”

Für Professor Christoph Hebel, Lehrgebiet Verkehrsplanung und -technik, Stadt- und Raumplanung und zugleich Mitglied des Mobilitätsclusters der FH Aachen, liegt das Engagement in der Region nahe: „Die verschiedenen Fachbereiche der FH Aachen forschen und entwickeln praxisnah im Themenfeld Nachhaltige Mobilität. Durch die enge Verzahnung mit der Region können die Bürger davon profitieren.”

Die Entwicklung des Mobilitätskonzepts begleiten: Professor Günther Feyerl, Professor Hans Kemper, Professor Thomas Ritz, Professor Thomas Esch, Professor Christoph Hebel, Silke Marczincik (Technologie- und Wissenstransfer FH Aachen), Dipl.-Ing. Gisela Warmke (cambio Aachen - Stadtteilauto CarSharing ) und Michael Preising (car e.V. - competence center automotive).
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