Mitbestimmungsrecht für jede Kurve

Von: Daniela Martinak
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Die neue Skateranlage im Biss-
Die neue Skateranlage im Biss-Park wurde gebührend von den Dürener Skatern eingeweiht. Foto: Martinak

Düren. Angela Merkel auf einem Skateboard? Kaum vorstellbar. Doch letztlich ist es auch der Bundesregierung zu verdanken, dass im sogenannten Biff-Park gegenüber der Dürener Feuerwehrwache Skater auf einer neuen Anlage ihre Kunststücke probieren können.

Rund 100.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II wurden dafür eingeplant. Jetzt wurde die Skatebahn offiziell eingeweiht.

In einer Internetumfrage durften die Skater in Düren nicht nur an der Bestimmung des Standorts teilhaben, sondern auch Wünsche zu den verschiedenen Rampen äußern, erklärte Sabine Kieven vom Jugendamt der Stadt. Über 350 Stimmen wurden abgegeben. So konnten Stadt, Jugendamt und Jugendhilfeausschuss auf die Bedürfnisse der Jugendlichen eingehen.

100.000 Euro investiert

„Letztendlich war die Sache glasklar. Der so genannte Biff-Park gegenüber der Feuerwehr sollte zum Standort werden, und auch beim Aufbau der Anlage waren sich die Kids einig”, sagt Klaus Dieter Span, und lokaler Skate-Profi. Bereits im Juni 2010 habe er gemeinsam mit den Jugendamtsmitarbeiterinnen Sabine Kieven und Simone Schneider in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Tiefbau und Grünflächen die Planung entwickelt und schließlich auch umgesetzt. „Ich fahre nun seit mehr als 25 Jahren Skateboard und weiß, was den Kids gefällt und was einem Boarder wichtig ist. Das hier ist der ideale Treffpunkt. Dadurch, dass die Skater selber mitbestimmen durften, ist die Anlage jetzt schon beliebt”, sagte Span.

Eine halbe „Bowl” in Verbindung mit einer „Quarterpipe mit Table”, eine Treppe mit massiver „Rail” und „London Gap” sind nur einige Hindernisse, die sowohl die Skateboarder als auch die Inlineskater und die BMX-Radfahrer nun hinunter brettern. Hinzu kommen noch eine Pyramide mit „Ledge” und „Massiv-Rail”, eine Bank mit „Cop-Quarter” und eine „Step-Curb”. Die Amtssprache auf der Anlage ist Englisch.

„Bei der Auswahl der Geräte und Einrichtungen haben wir sehr darauf geachtet, dass sowohl Anfänger als auch Profis hier ihren Spaß haben können”, versichert Span. Zur Eröffnung der Anlage kamen nicht nur zahlreiche Skater, sondern auch viele Familienangehörige. Auch Thomas Floßdorf, der Vorsitzende des Jugendhilfeausschuss, Sabine Kieven, Simone Schneider und Berthold Becker vom Jugendamt nahmen an der Eröffnung teil. Und auch Bürgermeister Paul Larue konnte sich sofort für die neue Anlage begeistern: „Schade, dass ich nicht skaten kann. Hier können die Jugendlichen skaten so viel sie wollen. Probleme mit den Anwohnern schließe ich hier mal aus.” Und auch die Eltern waren sichtlich begeistert, als sie ihre Sprösslinge ihre Runden drehen sahen.

„Die Anlage ist wirklich klasse. Wir finden auch den Standort super. Auch wenn wir hoffen, dass nichts passiert, haben wir mit dem Gedanken daran, dass die Feuerwehr direkt gegenüber ist, ein viel sichereres Gefühl wenn unsere Kinder hier sind”, sagten Tanja und Mario Münch, die aus Jakobwüllesheim zur Einweihung nach Düren kamen.
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