Mit viel Humor ein Feuerwerk der Illusionen abgebrannt

Von: has
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Eine Show der sensationellen Ver- und Vorführungen. Mit dem Motorrad fuhren die Ehrlich Brothers zum Beispiel scheinbar aus einem überdimensionalen iPad. Foto: Hannes Schmitz

Düren. „Ehrlich währt am längsten“ galt nicht unbedingt in der Kreisarena, als die „Ehrlich-Brothers“ am Freitag sowohl nachmittags wie abends ihre fulminante Zaubershow zeigten. Die Brüder aus dem Westfalenland verstanden es mit komödiantischem Charme und verblüffender Fingerfertigkeit das Publikum auszutricksen.

Kein simpler Hokuspokus fand auf der Bühne statt, sondern betörend dynamische Unterhaltungskunst. Chris und Andreas zauberten ein Feuerwerk an Illusionen und ließen auf unnachahmliche Weise die Magie der Fantasie auf der Bühne aufleben.

Mit lausbubenhaftem Pepp und schelmischer Art umgarnten sie das Publikum, das so hingebungsvoll Teil ihrer verblüffenden Inszenierungen wurde. Ihr unvergleichlicher Stil und ihre kolossale Spielfreude strahlten eine Anziehungskraft aus, der man sich kaum entziehen konnte und auch nicht wollte. Die Kreisarena „kochte“, wenn sie ihre gigantischen Tricks mit natürlicher Gewitztheit und frechen Sprüchen präsentierten und Einbildungen zu scheinbarer Realität wurden. Sie konnten die Zuschauer so „einseifen“, dass sich am Ende jeder sicher war, dass die Brüder Andreas und Christian Reinelt, die seit einigen Jahren als Ehrlich Brothers touren, tatsächlich mehr als zwei Meter lange Eisenbahnschienen mit bloßen Händen verbiegen und zu einem Herz formen konnten Rational war nicht zu erklären, wenn Stahlwände durchdrungen oder die Akteure mit einem Motorrad aus einem iPad fuhren.

Auch poetische Nummern

Poesie zog durch die Halle, als aus einem Kern ein Orangenbäumchen wuchs und zum Pianospiel des Einen der Andere eine Papierblume zu einer duftenden Rose erblühen ließ. Bei dem Tempo der Show fiel es kaum ins Gewicht, dass mancher Gag und Kalauer und ein eingespielter Auftritt von Mario Barth etwas platt wirkten.

Die sensationellen Ver- und Vorführungen machten einige Schwachstellen wett. Nicht nur das Zauberspiel faszinierte, sondern auch der technische Aufwand, der in einem krassen Widerspruch dazu stand, als Kartenspielertricks neu gewürzt und gemischt zu neuen Blüten geführt wurden und auch ein Zauberstab nochmals zu Ehren kam. Der Zylinder blieb aber in der Garderobe.

Die Zuschauer mochte das komödiantische Duo, das das Herz auf dem rechten Fleck hatte und die Veranstaltung zu einem Familienfest machte. So gruselte es auch keinen, als bei einem Entfesselungstrick eine riesige Säge sich über einen der Künstler „hermachte“, scheinbar Blut spritzte und der „Hexer“ am anderen Ende der Kreisarena unversehrt wieder auftauchte.

Am Schluss ein Klassiker

Ans Ende ihrer leichtfüßig daher kommenden Zaubershow hatten die „Ehrlich-Brothers“ noch einen Klassiker des Genres gesetzt: Sie entfachten ein Schneegestöber in der Kreisarena und ein Lächeln auf den Gesichtern des lang applaudierenden Publikums.

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