Mit strengen Hygiene-Regeln gegen das Noro-Virus

Von: cl
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Nur mit strengen Hygiene-Maßnahmen lässt sich in Krankenhäusern die Ausbreitung des Noro-Virus verhindern. Foto: imago/Fernando Baptista

Birkesdorf. Das Noro-Virus grassiert wieder. In den vergangenen Wochen kam es gehäuft zu epidemieartigen Infektionen mit dem Krankheitserreger, der starken Durchfall und Erbrechen verursacht und vor allem für ältere oder geschwächte Patienten gefährlich ist.

So musste eine Klinik in Bergisch-Gladbach die Aufnahme von Patienten komplett stoppen, nachdem sich über 30 Menschen infiziert hatten. Jetzt hat sich das Noro-Virus auch in Düren wieder Opfer gesucht. Im Birkesdorfer St.-Marien-Hospital sind eine handvoll Patienten infiziert. Das Krankenhaus hat sofort zwei Stationen für Neuaufnahmen gesperrt.

„Über Besucher, Patienten oder das Personal kommt das Virus ins Krankenhaus. Verhindern lässt sich das nicht. Wohl aber, dass es sich ausbreitet”, sagt der Ärztliche Leiter des Krankenhauses, Dr. Karl-Josef Eßer. Das Birkesdorfer Hospital befolge ein striktes Krisenmanagement. „Wenn solche Infektionen auftreten, ist das eine große Herausforderung für eine Klinik, die sich nur mit perfekter Organisation meistern lässt”, betont Eßer. Dazu gehöre der sofortige Stopp von Neuaufnahmen für die betroffene Station.

Unmittelbar greifen dann auch strenge Hygiene-Maßnahmen, wie Eßer erklärt - vom permanenten Desinfizieren der Hände bis zur gesonderten Wäsche der Arzt- und Pflegekraft-Kleidung. Erst wenn nach zwei Tagen auf der Station keine neuen Erkrankungen aufgetreten sind, könnten wieder neue Patienten aufgenommen werden. Denn das Noro-Virus verursacht meist keine langfristigen Erkrankungen. Schon einen halben Tag nach der Ansteckung können Durchfall und Erbrechen auftreten, spätestens nach drei Tagen ist die Krankheit in der Regel wieder ausgeheilt.

„Wir haben in Birkesdorf eine intensiv arbeitende Hygiene-Kommission, jede Abteilung hat einen hygiene-beauftragten Arzt. Die strengeren Regeln, die der Gesetzgeber bald einführen will, haben wir in unserem Haus schon umgesetzt”, betont Eßer. So habe das Marien-Hospital auch die aktuellen Noro-Virus-Infektionen im Griff. Zu einer Mini-Epidemie wie etwa in Bergisch-Gladbach werde es sicher nicht kommen.
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