Mit Mimik, Gestik und Sprache: Margie Kinsky im Komm-Zentrum

Von: Bruno Elberfeld
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Mit Mimik, Gestik und Sprache begeisterte Margie Kinsky ihr Publikum im Dürener Komm-Zentrum. Foto: Bruno Elberfeld

Düren. „Ich heiße Margie. Und wie heißt du?“ Margie Kinsky bestreitet im Keller des Komm-Zentrums in Düren eine Art Heimspiel. Sie betritt im Tanzschritt die Bühne, die Gäste, überwiegend weiblichen Geschlechts, begrüßen sie mit stürmischen Applaus.

Schon von der Bühne herunter nimmt Kinsky Kontakt auf, teilt die Frauen nach Farben auf, die gerade en vogue sind, fragt sie nach ihrem Namen. Sie entdeckt Gemeinsamkeiten, erkennt bei einer Umarmung den Duft von Kenzo. Und dieser – wie auch der Kaffeegeruch – lässt bei der Comedian einen Film ablaufen.

Immer in Bewegung

Margie Kinsky, in Rom geboren und aufgewachsen, fühlt sich in die Ewige Stadt versetzt und lässt das Publikum an den Reisen mit ihrem Mann, dem Holzfäller (Kanadier) und ihren sechs Söhnen teilhaben.

Das neue Programm heißt „Ich bin so wild nach Deinem Erdbeerpudding“ und die Darstellerin auf der Bühne, ohne eine Sekunde Stillstand, immer in Bewegung, erklärt die Eigenschaften von Pudding, erstellt mit sachverständigen Frauen in den vorderen Reihen ein Rezept.

Die Grundsäulen ihrer Geschichten aus dem Alltag, Geschichten wie sie jedem passieren könnten, bilden die Mitglieder ihrer Familie, Gruppenbild von sieben Männern mit einer Frau.

Die erste zusammenhängende Erzählung spielt auf dem Flughafen Köln-Bonn. Der gerade gesichtete Parkplatz auf „P2“ wird ihnen dreist von einer grazilen Mini-Cooper-Fahrerin weggeschnappt. Große Freude, als diese Frau dann beim Sicherheitscheck ihre Tasche auspacken muss. Dass da drin auch noch ein künstliches „Liebeswerkzeug“ ist, erhöht die Schadenfreude der Ich-Erzählerin.

Liebevoll eingebettet in den Gesamtrahmen sind die Anekdoten um die unverwüstliche Oma, Kinskys Mutter, die unvergessliche Spuren mit einem Allzwecklappen, getränkt mit 4711, hinterlässt. Idee: „Kann man für Omas und Opas – wie für die Kinder die Kitas – nicht OTAS einführen, Oma- und Opa-Tagesstätten?“

Begegnungen sind für Margie Kinsky wichtig. Sie schaut den Menschen – wie Luther – aufs Maul, spricht ihre Sprache, kennt ihre Gesten und ihre Mimik, setzt sie wirksam in Szene.

Während des Aufenthalts anlässlich ihres 50. Geburtstags ersteht Margie Kinsky in einem römischen Kaufhaus ein Kleid. Das Kleidungsstück geht zu Hause den Weg vieler Kleidungsstücke, weil unpassend und zu eng, in den großen Kleiderschrank. Margie Kinsky schlüpft in die Rollen einzelner vergessener Hosen, Röcke, Blusen, Dirndl und anderer Kleider und erzählt ihre Schicksale.

Die Befriedigung

Margie Kinsky befriedigt wieder einmal authentisch das Lachbedürfnis der Menschen. Sie kann das, ist einfach eine Spaß-Brumme. Doch hinter all dem Spaß kann man Fragen entdecken. Wie gehen wir mit unseren Kindern, wie mit den alten Menschen um? In vielen Äußerungen versteckt sind ernste Hintergründe. Man muss sich nur Zeit nehmen.

Am 24. März nächsten Jahres wird Margie Kinsky mit ihrem Programm auf der Bühne im Haus der Stadt gastieren.

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