Mit „Janosch“ den Kreis Düren attraktiv machen

Von: Tom Sundermann
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Hoffen auf die Anziehungskraft der Janosch-Werkschau: (v. r.) Bürgermeister Bert Züll, Kunstakademie-Chef Frank Günter Zehnder, Landrat Wolfgang Spelthahn und Eifel-Tourismus-Chef Aloysius Söhngen.

Kreis Düren/Berlin. Oh, wie schön ist Heimbach: Ab Mitte April zeigt die Kunstakademie Werke des Künstlers und Kinderbuchautoren Janosch. Die Ausstellung soll alle Generationen ansprechen – und den Kreis Düren für Tagesgäste attraktiv machen.

Tigerente, kleiner Bär, Kasper Mütze: Mit den Figuren aus Janoschs Büchern macht fast jedes Kind Bekanntschaft – dank Buchklassikern wie „Oh, wie schön ist Panama“. Vom 14. April bis 26. Mai sind die Werke in der Burg Hengebach zu sehen. 150 Zeichnungen und Grafiken trägt die Kunstakademie Heimbach für die Ausstellung mit dem Titel „Bilder vom Leben“ zusammen. In einer Videobotschaft kündigte der Künstler an, zur Ausstellungseröffnung anzureisen.

„Janosch ist weltbekannt, aber die wenigsten wissen, dass er auch für Erwachsene anspruchsvolle Kunst macht“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Vorstellung des Projekts in Berlin. Dort findet derzeit die Internationale Tourismusbörse statt. Touristen sollen von der Ausstellung angezogen werden. „Wir brauchen solch hochkarätige Angebote, denn die Menschen wollen nicht mehr nur Wandern.“ Mittlerweile kämen vor allem Kurzurlauber in den Kreis – bei ihnen soll das große Renommee Janoschs seine Wirkung entfalten. Die Ziele der Werkschau sind hoch gesteckt: Im vergangenen Jahr kamen rund 15.000 Besucher zur Ausstellung von Bildern des US-Künstlers James Rizzi – weit mehr als erwartet.

Die Ausstellung wird von mehreren Sponsoren unterstützt. Schwerer als die Finanzierung sei die Organisation gewesen, sagte der Leiter der Kunstakademie, Frank Günter Zehnder: „Wir mussten über lange Zeit Vertrauen zu Janosch aufbauen.“ Dabei half die Düsseldorfer Galerie Popular Art – denn der 81-jährige Künstler lebt seit mehr als 30 Jahren zurückgezogen auf der Insel Teneriffa.

An Janosch fasziniert Zehnder vor allem dessen Kraft, die Generationen zu vereinen: „Seine Kunst scheint überhaupt nicht zu altern, jeder kann sie verstehen“, sagt der Akademieleiter. Für Kinder seien die Bilder zudem ein guter Einstieg in die Kunst. Die aus Janoschs Fantasie geborenen Lebewesen vermittelten in ihren komischen, bisweilen absurden Geschichten eine Botschaft, sagt Zehnder: „Gute Freunde stehen zusammen, gemeinsam kann man alles schaffen. Geht nicht, gibt’s nicht.“

Zu sehen sind bei der Werkschau allerdings auch Werke, mit denen Janosch sich an Erwachsene richtet: Bilderstreifen, auf denen bissige Satire zu sehen ist – jedoch in dem typisch knuffigen Zeichenstil gehalten. Dementsprechend umriss Spelthahn die Zielgruppe der Ausstellung: „Das ist ein Angebot an die ganze Familie, in die Eifel zu fahren und Janoschs Werke auf sich wirken zu lassen.“ Wie das funktionieren soll, dafür gab der Künstler in seiner Videobotschaft eine Anleitung: „Man muss den Kopf ausschalten und sich hineinverlieren in die Kunst.“

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