Mit Fingerspitzengefühl an die Parkscheiben

Von: smb
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Wer auf Nummer sicher gehen will, stellt den Pfeil besser genau auf die Striche. Foto: smb

Kreuzau. Die Politessen in Kreuzau sind dafür bekannt, ihren Job ernst zu nehmen. Dass es so ernst ist, hätte Wilhelm Bradt aus Nideggen aber wiederum auch nicht gedacht: Seine Parkscheibe hatte er neulich eingestellt und hinter die Windschutzscheibe seines Autos gelegt.

Ein Knöllchen hat er trotzdem bekommen, obwohl er gut in der Zeit lag. Das Problem: Der Pfeil war weder exakt auf einen dünnen Strich, noch exakt auf einen Strich mit Zahl ausgerichtet. Obwohl Wilhelm Bradt es eigentlich besonders genau genommen und gut gemeint hatte, hat er damit den Regeln der Straßenverkehrsordnung zuwidergehandelt.

Und weil die Kreuzauer Politessen genau sind, haben sie ihm deswegen ein Knöllchen verpasst. Auf Nachfrage hätten sie erklärt, dass die Parkscheibe nicht richtig eingestellt sei und so steht es auch auf dem 10-Euro-Knöllchen. Verständnis dafür hat der Nideggener nicht. „Die Leute sollen zum Einkaufen nach Kreuzau kommen, da ist es kontraproduktiv, etwas so kleinlich zu bestrafen“, kritisiert er.

Und weil sich in jüngster Zeit im Kreuzauer Rathaus nach Angaben von Siegfried Schmühl, dem Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters, die Beschwerden genau zu dieser Art von Verwarnung gehäuft haben, habe die Verwaltung die Politessen nun gebeten, mit Fingerspitzengefühl an diese Fälle heranzutreten und bei einem Pfeil auf den Weißraum zugunsten „des Angeklagten“ zu entscheiden.

In der Tat sei es aber so - der ein oder andere mag sich aus Fahrschulzeiten daran erinnern - dass der Pfeil laut Regelwerk auf einen der Striche, also die volle oder die halbe Stunde, ausgerichtet sein muss. Immerhin dürfen Autofahrer das sogar zu ihrem Vorteil nutzen. „Wer um fünf nach halb ankommt, darf auf die volle Stunde stellen und so ein bisschen mehr Parkzeit für sich herausholen“, erklärt Siegfried Schmühl.

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