„Mit einem Lächeln und mit einer Träne”

Von: Bruno Elberfeld
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Auch zum Abschluss des Jahres
Auch zum Abschluss des Jahres 2011 begeisterten die Sängerinnen und Sänger von Crescendo ihr Publikum bei zwei Konzerten in der Windener Pfarrkirche. Foto: Elberfeld

Winden. Eine Besucherin brachte die Atmosphäre des „Martin und Gerd Schröteler-Gedächtniskonzerts” auf den Punkt, nachzulesen im Gästebuch von Crescendo: „Und wenn Martin Schröteler von seiner Wolke zusieht beziehungsweise zuhört, wird es ihm wie den meisten Konzertbesuchern gehen: mit einem Lächeln und mit einer Träne.”

Deutlicher Wandel

Emotional waren diese Konzerte -die besonders an den Gründervater von Crescendo, Martin Schröteler, und seinen Bruder Gerd erinnern - in jedem Jahr. Doch die jüngsten Konzerte, sowohl das um 18 als auch das um 20.30 Uhr, in der Windener Pfarrkirche, mit insgesamt 550 Gästen, waren noch mal eine Portion emotionaler.

Einige Mitglieder des Chores, Moderator Pit Kaestner und Organisator Dieter Döppengießer gaben ihrer neuen Leiterin Sabrina Pelzer die „Schuld” an der Wandlung. Sabrina Pelzer selbst konnte wegen eigener Termine an den beiden Veranstaltungen nicht teilnehmen. Doch ihre Handschrift hat die Sängerinnen und Sängern geprägt. Jeder und jede der 15 Akteure in den roten Roben lächelte noch breiter, klatschte noch kräftiger und wiegte die Hüften noch rhythmischer als bei den vorherigen Konzerten.

„Sabrina hat uns beigebracht, dass wir zu den „As” immer ein Lächeln zeigen sollen”, verriet Pit
Kaestner den Besuchern. Beim „Halleluja” aus dem Film „Shrek 2” folgten die Crescendos der Aufforderung ihrer Dirigentin und ernteten dafür stürmischen Applaus.

Alle knapp 20 Beiträge wurden mit einem Beifall belohnt, wie er sonst nur auf Popkonzerten zu hören ist. Mit einer ausgewogenen Mischung aus besinnlichen und fröhlichen Kompositionen, lauten und leisen Tönen, traurigen und freudigen Weisen verstanden es die Sängerinnen und Sänger, Jung und Alt, Männer und Frauen 90 Minuten lang im dunklen Kirchenraum in ihren Bann zu ziehen.

Bassstimmen gesucht

Alte Schätzchen aus dem Crescendo-Repertoire kamen ebenso zur Geltung wie frisch einstudierte Werke. Für die Menschen in den harten Kirchenbänken hatten Lieder wie „Joyful”, ein Medley aus „Sister Act”, „Operator” und „Oh happy Day” großen Wiedererkennungswert und seit Jahrzehnten etwas mit ihren Crescendos zu tun. Neue Herausforderungen wie der Zungenbrecher „This will be” und „Wade in the Water” zeigten, dass der Chor selbst nach fast vier Jahrzehnten noch nicht müde ist und weiter macht, ja, sogar neue Wege beschreitet. Bei „You raise me up”, dem Gedenklied an Martin Schröteler, hätte man im Kirchenraum eine Stecknadel fallen hören. Den Sängerinnen und Sängern standen Tränen in den Augen und der Applaus war verhalten.

Pit Kaestner vergaß auch zum Schluss des Konzerts nicht für Bassstimmen zu werben, die im Chor seit Jahren dringend gebraucht werden.
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