Mit der Flex und Schleifgeräten: „Kunst im Busch“

Von: gkli
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Der Künstler Holger Hagedorn arbeitete am Ufer der Rur gemeinsam mit Schülern des Gymnasiums Kreuzau an einer drei Meter hohen Skulptur. Foto: Gudrun Klinkhammer

Heimbach. In Heimbach steht die Kunst im Busch. Derart lautet auch der Titel der Aktion, die vor einer guten Woche in der kleinsten Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen startete. In diesen Tagen sind es sechs renommierte Künstler, darunter drei Dozenten der Internationalen Kunstakademie Heimbach, die unter freiem Himmel an markanten Punkten auf dem Gelände „Über Rur“ Arbeiten fertigen.

Der Bildhauer Peter Nettesheim beispielsweise wirkt am Weg, der zum Haus des Gastes hoch führt. Nettesheim arbeitet an einer 1,73 Meter hohen Holzskulptur, die den Titel „Gehende mit Rucksack - unterwegs in der Eifel“ trägt. Dauerhaft wird die Skulptur an der Stelle, an der sie entstanden ist, auch nach der Aktion „Kunst im Busch“ stehen bleiben. Mit Acrylfarbe wird die Frauenfigur noch farbig gestaltet werden.

Einige Hundert Meter weiter, auf einer Plattform am Ufer der Rur, arbeitete Holger Hagedorn mit Schülern der zehnten Klasse des Gymnasiums Kreuzau. Bevor die Schüler jedoch mit Hand anlegen durften, erklärte der Künstler seinen Schützlingen, wie sich ein Bildhauer vor Arbeitsunfällen schützt.

Für eine drei Meter hohe Skulptur, die den Titel „Spannungsbogen“ trägt und die nach der Aktion dauerhaft an der Stelle am Rurseeufer zu stehen kommen soll, müssen Holz-, Metall- und Kunststoffkugeln geformt und bearbeitet werden. Zu den Arbeitsgeräten gehören die Flex und verschiedene Schleifgeräte. Hagedorn: „Es ist ein großer Unterschied, hier in der Idylle an der Rur zu arbeiten und nicht im Atelier, wo eine Infrastruktur vorhanden ist.“ Denn sowohl die Stromzufuhr als auch die Arbeitsunterlagen müssen unter freiem Himmel besorgt und organisiert werden.

„Beim Arbeiten muss man nicht schön aussehen“, gab der Bildhauer seinen Schützlingen mit auf den Weg, als er ihnen erklärte, wie man am besten in die Hocke geht, um nach der Arbeit nicht von Rückenschmerzen geplagt zu werden. Larissa Belz, 16 Jahre alte Gymnasiastin, möchte einmal Schauspielerin werden. Sie freute sich: „Ich bin gerne hier an der Rur um mitzuhelfen. Ich hoffe, dass wir eine Menge Spaß haben werden und das etwas Gutes dabei herauskommt.“ In vier „Schichten“ arbeitete Holger Hagedorn mit 37 Kreuzauer Gymnasiasten.

Weitere Künstler, die unter freiem Himmel Skulpturen aus ganz unterschiedlichen Materialien erschaffen, sind Martin Kleppe, Andreas Finke, Dorissa Lemm und Monika Otto.

Der Rundweg, der an allen Stationen von „Kunst im Busch“ vorbeiführt, ist circa 1,6 Kilometer lang und kann in 30 Minuten einmal komplett begangen werden. Wie Holger Hagedorn ferner berichtete, soll die Einweihung der Werke am Samstag, 22. August, stattfinden.

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