Heimbach - Mit den Arbeiten am Parkplatz Laag soll der Masterplan in Heimbach starten

Mit den Arbeiten am Parkplatz Laag soll der Masterplan in Heimbach starten

Von: Gudrun Klinkhammer
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Der Heimbacher Bahnhof soll besser an die Innenstadt angebunden werden. Unter anderem soll der Weg an der Rur zur Zentrum Promenadencharakter bekommen. Foto: Sistemich
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Viele Bürger ließen sich Heimbacher Rathaus auch über die Umgestaltung des Rurufers informieren. Foto: Klinkhammer

Heimbach. Die Ziele sind sportlich: Nachdem der Vorentwurf fertig ist und bereits viele Gespräche mit Behörden wie der Unteren Wasserschutzbehörde geführt worden sind, rückt der praktische Teil der Umgestaltung der Stadt Heimbach immer näher.

Ein erster Aufschlag wurde bereits am Burghang durchgeführt. Dort entnahm der Bauhof Bäume und Gestrüpp, um Fachleuten Bodenbeschaffungsprüfungen und Vermessungen zu ermöglichen. Bürgermeister Peter Cremer: „Der erste Bauabschnitt, das ist der Großparkplatz mit 280 Pkw-Stellplätzen und weiteren Stellplätzen für Reisebusse, könnte bereits im Sommer 2018 in Angriff genommen werden.“ Am Mittwochabend bat die Verwaltung mit Bürgermeister Cremer an der Spitze erneut zu einer Bürgerversammlung in das Rathaus.

In einem offenen Verfahren werden die Bewohner der Stadt Heimbach immer wieder gebeten, ihre Meinung zu sagen und Bedenken und Anregungen zum Vorhaben anzubringen. Landschaftsarchitekt Clas Scheele vom Planungsbüro RMP mit Sitz in Bonn führte den Planungsstand aus. Der Chef des Planungsbüros, Stephan Lenzen aus Heimbach-Hausen, war aus gesundheitlichen Gründen verhindert. Zwei große Bausteine haben die Verantwortlichen auf dem Zettel: Das ist zum einen die Umgestaltung der Ruruferpromenade und zum zweiten die Umgestaltung der Hengebachstraße.

Während die angedachte Umgestaltung der Ruruferpromenade grundsätzlich auf große Zustimmung trifft, gab es bei der angedachten Umgestaltung der Hengebachstraße mit Offenlegung des Heimbachs massiven Gegenwind. Daher und aus planerischen Gründen wird die Hengebachstraße zunächst hinten an gestellt. Cremer: „Der Tourismus ist für Heimbach das Standbein überhaupt.“

Als problematisch habe sich herausgestellt, dass die Rur als FFH-Gebiet einen hohen Schutzstatus genieße, der verbiete, unmittelbar an beziehungsweise sogar in die Rur hineinzubauen. In einem ersten Bauabschnitt soll vom Kreisel am Bahnhof ab ein neuer Straßenast in den Großparkplatz hinein führen. Weiter soll der Weg vom Kreisel bis zum Kurpark Promenadencharakter erhalten. Scheele: „Der Weg soll breiter werden und mit Ausstattungselementen wie Bänken, Abfalleimern und Lampen bestückt werden, die sich immer wieder finden.“

Die Hecke entlang der Rur soll wegfallen, alles soll urbaner, also städtischer und offener wirken. In einem weiteren Bauabschnitt soll vor der historischen Brücke stadtseits, da wo jetzt die Skulptur „Der Geiger“ sitzt, ein Rurbalkon installiert werden. Ob aus Holz oder Stein, mit oder ohne Geländer, das wird alles noch diskutiert. Auch soll an der Seite, wo die kleine Stadtbahn hält, ein Bürgersteig mit hoher Kante entstehen, um Bussen dort das Halten zu ermöglichen und Insassen den möglichst barrierefreien Ausstieg. Weiter Richtung Kurpark soll am Bistro Flair ebenfalls die Hecke wegfallen und so Platz gemacht werden für eine Außengastronomie nahe der Rur. Der Kurpark könnte ebenfalls eine Aufwertung erfahren.

Probleme mit der Bushaltestelle

Pläne für einen Kletterspielplatz an den Felsen unterhalb der Burg gibt es ebenso wie die Idee, den Brunnen zu entfernen. Der Heimbacher Mediziner Dr. Roland Reddelien merkte an, dass es an der angedachten Bushaltestelle Probleme mit dem – nicht selten schnell fließenden – Verkehr geben könne, vor allem für ältere Gäste der Stadt, die die Straße in Richtung etwa Café Krupp queren möchten.

Karl-Heinz Pflock äußerte sich ebenfalls: „Ich freue mich grundsätzlich, dass hier in Heimbach etwas passiert, aber ich habe auch Bedenken.“ Eventuelle Pflegemaßnahmen würden Kosten nach sich ziehen, die Stolperkante an der Bushaltestelle nannte er wie Reddelien als Kritikpunkt. Den Brunnen im Kurpark zu entfernen, das sei eher gegen die Überlegung, Heimbach als „Wasserstadt“ zu inszenieren. Zudem regte er im Hinblick darauf, an den Ufern der Rur Veranstaltungen durchzuführen, an, Tanks und Stromversorgungspunkte in den Boden einzubringen und vorzuhalten.

Theo Kleinschmidt, Vorgänger von Cremer im Bauamt der Stadt Heimbach, befand: „Aus meiner Sicht liegt der Rurbalkon an der falschen Stelle.“ Er empfahl wegen der besseren Sicht auf Burg und Stadtsilhouette, den Balkon auf die andere Seite zu verlagern, also an den Parkplatz „Über Rur“ anzudocken. Dagegen sprach der Bürgermeister: „Die stadtabgewandte Seite der Rur müssen wir derzeit zurückstellen, zunächst soll der Ort attraktiver werden, damit der Rubel wieder rollt. Dann können wir an die andere Seite denken.“

Die Pläne sind im Internet einsehbar Anregungen dazu können im Rathaus angebracht werden.

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