Düren - Mit dem Schalk im Nacken auf Pointenjagd

Mit dem Schalk im Nacken auf Pointenjagd

Von: Stephan Vallata
Letzte Aktualisierung:

Düren. Zu den frühen Sternstunden in der Bühnenkarriere von Vera Passy zählt ein Auftritt in der „Mini Playback Show”. Da war sie neun Jahre alt, trällerte im silbernen Wallekleidchen „Kann denn Liebe Sünde sein?” von Zara Leander und nahm kein Blatt vor den Mund.

Vor laufenden Kameras titulierte sie Moderationsikone Mareike ganz unverblümt als „Trampeltier”. So ein Skandal.

Heute ist Vera Passy 28 Jahre alt, Ensemblemitglied des Improvisationstheaters „Springmaus”, und sie nimmt nach wie vor kein Blatt vor den Mund. Manche Dinge ändern sich eben nie. Das neue Programm „Neustart. Nur mit Euch” ist am Donnerstag, 10. Juni, um 20 Uhr im Haus der Stadt zu sehen.

Rückblickend betrachtet, ist der Ausflug in die Musikpantomime wohl eher eine Ausnahme gewesen. Denn eigentlich liegt der im Oberallgäu geborenen und in Düren aufgewachsenen Schauspielerin das komische Fach viel näher. Das herauszufinden und zu akzeptieren, hat eine Weile gedauert. Denn während ihrer Ausbildung an einer privaten Schauspielschule in Köln wollte sie unbedingt auch die ernsten Rollen ergattern. Mittlerweile hadert Vera Passy nicht mehr mit ihrem Schicksal. Ihr sitzt halt der Schalk im Nacken. Da kann man nichts dran machen. Punkt.

„Ich habe die Leute schon immer gerne unterhalten”, sagt sie. Seit März 2009 lebt sie ihr Talent als Humoristen bei der „Springmaus” aus. In bis zu 200 Auftritten pro Jahr muss Vera Passy improvisieren, was das Zeug hält und dabei nach Möglichkeit auch noch eine Pointe nach der anderen produzieren. Kein Abend gleicht dem anderen. Ein hartes Los? „Am Anfang hatte ich unheimlich viel Respekt”, verrät die junge Frau. Das sei heute nicht mehr so.

Mit der Routine kommt auch die Ruhe. Und davon mal abgesehen: „Es kann immer passieren, dass einem auf der Bühne nicht einfällt, aber damit kann man ja auch spielen.” Nach einem Casting für das Improvisationstheater musste Vera Passy ein Weilchen auf ihre Chance warten. In der Zwischenzeit verdiente sie sich bei einem Theaterprojekt von „Springmaus”-Gründer Bill Mockridge ihre Sporen. Heute ist sie fest eingebunden in das vierköpfige Tourensemble.

Auf ihr Gastspiel in Düren freut sich Vera Passy freilich ganz besonders, denn schließlich ist es auch ein Heimspiel. Über das aktuelle Programm verrät sie nur soviel: „Wir wollen mit den Dürenern den Neustart wagen nach dem großen Knall.” Aus den tiefsten Tiefen der große Krise soll es wieder in die höchsten Höhen gehen. „Wir kümmern uns um alles”, versichert sie. Am besten ist, man nimmt es mit Humor.
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