Mit dem Regenschirm in den Kamelle-Schauer

Von: Stephan Johnen
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Mit jecke Tön und Tanz stimmten sich die jungen Karnevalisten ein.
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Geriet der Zug einmal ins Stocken, wussten sich die Kinder zu helfen.
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Viele Schulen und Kitas haben Kostüme selbst gebastelt. Bei dieser Gruppe standen Astrid-Lindgren-Romane im Mittelpunkt.
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Kapitulation: Dürens Bürgermeister Paul Larue überreichte Kinderprinzessin Pia I. in ihrem Gefolge die Schlüssel der Stadtverwaltung.
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Glück gehabt: Wie diese kleinen Schornsteinfeger ließen sich alle Teilnehmer von einigen Regentropfen beim 7. Kinderkarnevalszug nicht die gute Stimmung verwässern. Foto: Johnen

Düren. Die Stadt lag Pia I. am Sonntag zu Füßen – und Dürens Kinderprinzessin ließ es aus luftiger Höhe von ihrem Prinzenwagen aus kräftig Kamelle auf die Jecken am Straßenrand regnen. Zuvor hatte sie einer bunten Parade gleich den 7. Kinderkarnevalszug abgenommen und alle kostümierten und uniformierten Teilnehmern, die an ihr und ihrem Gefolge vorbeigezogen waren, mit einem Winken begrüßt und. Wie eine große Majestät, Pardon, Tollität halt.

21 Musikkapellen, sieben Schulen und Tanzschulen, vier Kindergärten und 20 Karnevalsvereine: Der Kinderzug wird von Jahr zu Jahr länger und bunter. Mehr als 2150 Teilnehmer, darunter etwa 400 Musiker, hatten sich um 14 Uhr auf den etwas mehr als einstündigen Weg quer durch die Dürener Innenstadt gemacht. „Das ist ein neuer Rekord“, freute sich Zug-Mitorganisator Michael Linn. Im vergangenen Jahr hatten 1700 Kinder und Jugendliche sowie 400 Musiker teilgenommen. Außerirdische, Schornsteinfeger, Ritter und Prinzessinnen, Wasserwesen und Vogelscheuchen: In zum Teil fantastischen Kostümen waren die kleinen Jecken unterwegs. Das Wetter war dabei nur Nebensache: Tausende Zuschauer genossen an den Straßenrändern den Kamelle-Schauer – mit anfänglich noch aufgespanntem Regenschirm.

„Brauchtum einen Platz geben“

Weil das Rathaus saniert wird, fand das Warmschunkeln im Haus St. Anna an der Waisenhausstraße statt. „Mitten im Herzen der Stadt – so wie es auch beim Kinderkarnevalszug sein muss“, sagte Bürgermeister Paul Larue. Er attestierte dem Zug, „ein Markenzeichen der Stadt“ geworden zu sein und bedankte sich bei allen Lehrern und Erziehern dafür, „dass Sie Brauchtum und Karneval in Ihren Schulen und Kitas einen Platz geben“.

Freudig kapitulierte Dürens Bürgermeister anschließend vor Kinderprinzessin Pia I. und händigte der Narrenherrscherin die Schlüssel zur Stadtverwaltung aus. „Wünsche, Anregungen und Kritik bitte künftig an die Prinzessin richten“, scherzte Larue, der auch die jungen Tollitäten aus den Stadtteilen begrüßte. Mit Gesang, Tanz und einer Polonaise wurde bis zur Aufstellung des Zuges anschließend ordentlich gefeiert.

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