Mit dem Handy in die Römerzeit

Von: Bruno Elberfeld
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Karl-Josef Nolden, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Drove, freut sich über die Eröffnung des „Drover-Berg-Tunnel-Wanderwegs”.

Drove. Eine archäologische Kostbarkeit auf Vettweißer und Kreuzauer Gebiet ist seit Sonntag offiziell erwanderbar: Dr. Klaus Grewe vom Landschaftsverband Rheinland eröffnete unter reger Anteilnahme der Bevölkerung den neuen „Drover-Berg-Tunnel-Wanderweges” am „Helije Pütz”.

Mitten durch den Berg nämlich verläuft eine römische Wasserleitung, die sich ein reicher Römer vermutlich im zweiten Jahrhundert nach Christus bis zu seinem Gutshof in der Nähe von Frangenheim legen ließ.

So einfach wie heute war die Installation allerdings nicht. Gefälle musste vorhanden sein, eine Leitung musste gebaut werden, Hügel und Berge standen im Weg und wurden mit einem Tunnel durchbrochen: eine erstaunliche Demonstration römischer Ingenieurkunst. Die Technik, wie sie in Drove angewandt worden war, hatten die Römer von den Persern übernommen, die zur Bewässerung ihrer Oasen „Qanate” bauten.

Die römischen Ingenieure bauten die unterirdischen Tunnel in kleinen Abschnitten von Schacht zu Schacht, von denen aus der Tunnel begangen werden konnte. Anschließend wurde dann die Wasserleitung verlegt. Die Römer trieben den Tunnel also nur von einer Seite aus voran und liefen nicht Gefahr - wie bei dem Gegenort-Verfahren - sich in der Mitte zu verfehlen.

Die Vertreter der Gemeinde Kreuzau, an ihrer Spitze Bürgermeister Walter Ramm, und die Mitglieder des Drover Heimat- und Geschichtsvereins mit ihrem Vorsitzenden Karl-Josef Nolden, waren stolz darauf, dass der Drover Tunnel mit seinen fast 1700 Metern der einzige seiner Art in NRW ist.

Wie vor einigen Monaten in Hürtgenwald hat erneut die „Konejung Stiftung: Kultur” aus Vettweiß ihren Beitrag zur Eröffnung des Wanderwegs geleistet. Mit dem Mobiltelefon kann der interessierte Wanderer den historischen Weg begehen. Entsprechende Programme können aus dem Internet heruntergeladen werden.

Die Konejung Stiftung wird dem Projekt mit Rat und Tat zur Seite stehen. Entlang des Wanderwegs stehen große Informationstafeln, die mit Wort, in Bild und mit Skizzen über den Bau des Tunnels und der Wasserleitung aufklären.
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