Mit Booten und Lampen von Düren nach Magdeburg

Von: smb/kin
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Stromaggregate und Lampen für den Einsatz in Magdeburg: Sechs Männer der Dürener Ortsgruppe des Technischen Hilfswerkes haben sich am Samstag auf den Weg nach Magdeburg gemacht, um dort Einsatzstellen bei Dunkelheit auszuleuchten. Foto: THW

Düren/Langerwehe. Sechs Einsatzkräfte der Ortsgruppe Düren des Technischen Hilfswerkes haben sich am Samstag auf den Weg nach Magedeburg gemacht, um im dortigen Hochwassergebiet Hilfe zu leisten. Aufgabe der Dürener und weiterer Gruppen aus dem Geschäftsführerbereich Aachen ist die Beleuchtung der Einsatzstellen.

„Wenn zum Beispiel in der Nacht Probleme an einem Damm auftauchen, muss gewährleistet sein, dass die Einsatzkräfte gute Sicht haben“, erklärt Ortsbeauftragter Guido Heinen. Am Samstag haben die THW-Kräfte einen Laster mit Lampen, Kabeln und Stromaggregaten beladen. Außerdem haben sie einen Lichtmast an Bord. Die sechs Dürener werden voraussichtlich bis Ende der Woche im Einsatz bleiben, dann könnten sie von anderen Kräften abgelöst werden. Die Männer und Frauen des Hilfswerkes werden vor Ort meist in Turnhallen untergebracht.

Angesichts der sich zuspitzenden Situation in den Hochwassergebieten sind am Samstag auch die beiden Wasserrettungstrupps des Katastrophenschutzes der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Bezirk Kreis Düren alarmiert worden. Kameraden aus der Städteregion Aachen haben das Team verstärkt. Elf Helfer sind mit Fahrzeugen und zwei speziellen Hochwasserbooten ausgerückt. „Diese Boote sind besonders robust, haben geringen Tiefgang und können wegen ihrer Räder auf nicht überfluteten Straßenabschnitten geschoben werden“, erklärt die DLRG. Die Helfer aus Düren sind am Sonntagmorgen um 3 Uhr in der Landeshauptstadt eingetroffen. Dort sind sie unmittelbar in den Einsatz gegangen und sicherten mit Sandsäcken ein Umspannwerk, dessen Ausfall dramatische Folgen für die Stadt haben könnte. Der Einsatz ist nach DLRG-Angaben positiv verlaufen, das Werk konnte gesichert werden.

Zudem haben sich vier Kameraden der freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Langerwehe am Freitag mit zwei Fahrzeugen auf den Weg in Richtung Magdeburg gemacht, um den Opfern des Hochwassers zu helfen. Die Feuerwehrleute sind Teil des mobilen Führungsstabs der Bezirksregierung Köln und werden die Einsatzleitung vor Ort unterstützen. Der Einsatz ist zunächst bis Mitte dieser Woche geplant. Mitglieder des Vereins „Medical Service Düren“ haben am Wochenende Hilfsgüter für die Flutopfer gesammelt.

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