Mit Atemschutz auf der Suche nach Vermissten

Von: sps
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24-Stunden-Übung statt Geburtstagsparty: Die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Merzenich feierte mit dem „Berufsfeuerwehrtag“ ihren 50. Geburtstag. Foto: Feuerwehr

Merzenich. Die Jugendfeuer Merzenich hat einen runden Geburtstag gefeiert: Sie wurde 50 Jahre alt. Doch statt groß zu feiern mit Reden und viel Tamtam taten die 20 Mädchen und Jungen das, was sie sich auf die Fahnen geschrieben haben: Löschen, Bergen, Retten.

Sie legten einen „Berufsfeuerwehrtag“ mit 24-Stunden-Dienst ein. Geführt von acht Betreuern wurden die jungen Leute auf drei Großfahrzeuge der Merzenicher Feuerwehr und einen Rettungswagen des Roten Kreuzes verteilt. Die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 17 Jahren bezogen im Gerätehaus in Merzenich Quartier. Der Schulungsraum wurde zum Schlaflager umfunktioniert.

Gleich zu Dienstbeginn erwartete die Jungen und Mädchen eine Überraschung. Sie durften einen aus Spenden finanzierten Kicker-Tisch in Empfang nehmen, denn der alte war in die Jahre gekommen. Während des Frühstücks nutzten Bürgermeister Peter Harzheim und Löschgruppenführer André Haas die Gelegenheit, offiziell zum 50. Geburtstag zu gratulieren. Und die Jugendsprecher Sarah Jülich und Leon Heinrich durften die Ehrengabe entgegen nehmen, die Kreisjugendfeuerwehr Alwin Sprünker überreichte.

Feuer im Schulkeller

Der Dienst forderte Aufmerksamkeit und Einsatzbereitschaft der Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die bei den Übungen bewiesen: Ein verunglückter Waldarbeiter musste mit schwerem Gerät unter einem umgestürzten Baum geborgen werden, dem Rettungsdienst galt es, den Zugang zur Wohnung einer hilfsbedürftigen Person zu ermöglichen und gebrannt hat es natürlich auch.

Alarm: Kellerbrand in der Gesamtschule, hieß die Parole. Vier Trupps gingen unter Atemschutz auf die Suche nach drei Vermissten und fanden sie. Einige Eltern folgten dem Einsatz ihrer Sprösslinge, die auch nächstens bei der Suche nach einem vermissten Senior mit viel Lichtunterstützung im Waldgebiet an der Hambachbahn gesucht und gefunden wurde. Schließlich noch ein Brand nachts um 3.30 Uhr in einem Recyclingbetrieb. Eine 150 Meter lange Schlauchleitung war zu verlegen.

Zum Abschluss kamen die Eltern zu Besuch und Bürgermeister Peter Harzheim sowie der stellvertretende Wehrleiter Lars Knust zeigten sich stolz auf die Jugendfeuerwehr, die seit ihrer Gründung den Nachwuchs der Feuerwehr sichert. Daniel Gräsel, „Chef“ der sechs Jugendwarte, zeigte sich erfreut, dass die Mitglieder Jugendfeuerwehr starken Rückhalt bei ihren Eltern haben.

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