Mit 79 auf dem 70. Viertausender

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Auf dem Gipfel des 4545 Meter hohen Doms im Wallis: Der Dürener Paul Heinz Vossen (l.) hat jetzt seinen 70. Viertausender bezwungen.

Düren/Saas Fee. „Das Besteigen hoher Berge kann wie eine Sucht sein.” Paul Heinz Vossen muss es wissen. Der 79-jährige Dürener sammelt Viertausender wie andere Briefmarken. Im schweizerischen Saas Fee stand der rüstige Senior, der seit 25 Jahren Wanderführer in der Sektion Düren des Deutschen Alpenvereins ist, mit einem Bergfreund nun bereits zum 70. Mal auf einem jener Berge, die zu den höchsten in Europa zählen.

Seit seiner Jugend übt die Bergwelt auf den Dürener eine ganz besondere Faszination aus. 1942 stürmte Paul Heinz Vossendie ersten Gipfel am Rande der Tiroler Hauptstadt Innsbruck. Nach dem Krieg ging es dann so richtig los.

Kein Alpengipfel war mehr vor ihm sicher. Den Watzmann bei Berchtesgaden hat Vossen, der das Klettern in den Felsen bei Nideggen gelernt hat, im Laufe der Jahre gleich mehrfach bezwungen, zweimal sogar über die schwierige Ostwand. Die Zugspitze, Deutschlands höchsten Berg meisterte er über eine schwierige Route an nur einem Tag.

Vorbereitung in den Dolomiten

Als der „Vorrat” hoher Berge in Deutschland erschöpft war, orientierte sich Vossen in Richtung Dolomiten. Mit einem Bergführer vertiefte er seine Kenntnisse und bereitete sich auf größere Unternehmen vor.

„Schwere Routen bis zum siebten Schwierigkeitsgrad waren keine Seltenheit”, erinnert sich der Senior, der sich auch den Herausforderungen des Berner Oberlandes stellte. „Als erstes mussten Mönch und Jungfrau dran glauben”, schmunzelt der 79-Jährige rückblickend.

„Auch die Besteigung des Eigers über den Mittellegigrat war ein ganz besonderes Erlebnis, obwohl es sich nicht um einen Viertausender handelt.”

Auch im Bermina-Gebiet und in den Bergeller Kletterbergen war der Dürener unterwegs. Seit 20 Jahren verbringt er nun seinen Bergurlaub alljährlich in Saas Fee und Umgebung. Im Jahr 2000 bestieg er bereits seinen 50. Viertausender.

„Damals sollte eigentlich Schluss sein”, erinnert sich Vossen. Aber dann übermannte ihn doch wieder die Sucht. Zehn weitere Gipfel über 4000 Meter folgten binnen nur vier Jahren, darunter auch die höchsten und bekanntesten Gipfel, der Dom (4545 m) und das Matterhorn (4478 m) - die Gefahren des Hobbies immer vor Augen. Jetzt sind es 70. Ist damit im Alter von knapp 80 Jahren Schluss? Der „Süchtige” schmunzelt. „Abwarten!”.
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