Missionsmarsch durch die Wälder voller Schnee

Von: Gudrun Klinkhammer
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Bruno Linzenich (vorne li.) und Pater Alfons Schumacher (vorne re.) sind treibende Kräfte des Missionsmarsches des Franziskanerordens Vossenack, bei dem jedes Jahr wieder einige Tausend Euro an Spendengelder zusammen kommen.

Vossenack. Durch eine traumhaft schöne Winterlandschaft liefen am Sonntag die Teilnehmer des 37. Missionsmarsches des Franziskanerordens Vossenack. Die Wanderer starteten am Kloster. Eine Gruppe, die von Georg Dülks angeführt wurde, wählte eine Strecke über zwölf Kilometer Länge.

Die zweite Gruppe, angeführt von Bruno Linzenich, legte 18 Kilometer zurück. Beide Wege führten durch das verschneite und von der Sonne beschienene Wehebachtal und durch den Zweifaller Forst. Sowohl Wanderer aus der Region als auch aus den Ballungszentren wie etwa aus Köln liefen unter den rund 80 Teilnehmern mit.

Pater Alfons Schumacher, früherer Internatsleiter in Vossenack und heute für den Orden in München tätig, gehört zum „harten Kern“ der Initiatoren. Seit mehr als 25 Jahren kümmert er sich um den Fortbestand der Hilfsmaßnahme ebenso wie der örtliche Eifelverein, dem Bruno Linzenich und Georg Dülks angehören. Für das Mittagessen mitten in der Natur sorgen die Patres mit Erbsensuppe und heißem Tee. So kommen jedes Jahr einige Tausend Euro an Spendengelder zusammen.

Pater Alfons erläuterte am Rande der Veranstaltung, wofür das Geld diesmal verwendet wird.

Die Wanderarbeiter

In Indien leben Frauen mit ihren Kindern, deren Männer neun Monate lang im Jahr als Wanderarbeiter durch das Land ziehen. Die Frauen müssen zum Überleben zum Beispiel Holz sammeln gehen, während die älteren Kinder auf die jüngeren Kinder aufpassen und so nicht zur Schule gehen können.

Um den Frauen eine Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, wird für deren Gleichberechtigung gekämpft. Sie sollen, alleine oder in Gruppen, so autark werden, dass sie ein kleines Unternehmen aufmachen und führen können. Egal, ob Nähen oder Kerzen gießen, Hauptsache, die Familien werden entlastet und die größeren Kinder können zur Schule gehen, während die Kleineren einen Kindergarten besuchen.

Fachleute werden ihnen dafür zur Seite gestellt, die ihnen Informationen über den lokalen Markt geben, aufzeigen, welches Geschäft sinnvoll ist, wie man am besten Produkte verkauft, einen Kleinkredit beantragt oder seine Bücher führt.

Die Missionswanderung in diesem Jahr begleiteten drei Mitglieder vom Deutschen Roten Kreuz. Für die Zukunft wünscht sich Pfarrer Alfons, dass auch zunehmend jüngere Leute Interesse und Spaß an der Veranstaltung zeigen.

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