Nörvenich/Merzenich - Missglücktes Überholmanöver: Zwei Schwerverletzte

Missglücktes Überholmanöver: Zwei Schwerverletzte

Von: Stephan Johnen/red
Letzte Aktualisierung:
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Bei einem Unfall auf der L263 wurden zwei Menschen schwer verletzt. Foto: sj
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Bei dem Unfall auf der L263 wurden zwei Menschen schwer verletzt. Foto: Polizei

Nörvenich/Merzenich. Bei einem schweren Unfall auf einer Landesstraße 263 zwischen Eschweiler über Feld und Girbelsrath sind am Montag zwei Menschen schwer verletzt worden. Sie mussten von der Feuerwehr aus ihren zertrümmerten Fahrzeugen gerettet werden. Ursache des Zusammenstoßes war offenbar ein missglücktes Überholmanöver mit mehreren Beteiligten - zurück blieb ein mehrere hundert Meter langes Trümmerfeld.

Der genaue Unfallhergang war lange unklar. Offenbar hatte sich gegen 6.48 Uhr hinter einem Lastwagen, der in Richtung Girbelsrath fuhr, eine Schlange gebildet. Ein 57-Jähriger aus der Gemeinde Nörvenich überholte ihn und stellte beim Wiedereinscheren nach rechts fest, dass vor dem Lastwagen ein weiterer Wagen fuhr.

Um dieses Auto, das von einem 33-Jährigen gelenkt wurde, ebenfalls zu überholen, wechselte der 57-Jährige erneut auf die linke Fahrspur. Er hatte aber nicht gemerkt, dass währenddessen noch ein weiteres Fahrzeug angesetzt hatte, ihn selbst zu Überholen.

Dessen Fahrer, ein 37-Jähriger aus Nörvenich, versuchte nach links auszuweichen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Dabei geriet er auf den seitlichen Grünstreifen und verlor die Kontrolle über seinen Wagen, der herumschleuderte, gegen einen Baum prallte und mit dem Heck voran auf die Fahrbahn zurückgeriet. Dabei stieß der Wagen gegen das Fahrzeug des 33-Jährigen aus Nörvenich, das nun ebenfalls ins Schleudern geriet und frontal gegen einen Baum am rechten Straßenrand prallte. Der Wagen blieb schwer beschädigt auf der Fahrbahn stehen.

Beide Männer wurden schwer verletzt. Die am Unfallort eingetroffenen Polizei- und Rettungskräfte befreiten den 33-jährigen Nörvenicher aus dem Wrack und brachten ihn in ein Krankenhaus. Der 37 Jahre alte Fahrer konnte sich selbständig aus seinem Auto befreien. Der 57-Jährige blieb unverletzt, lediglich sein Auto wurde von umherfliegenden Fahrzeugteilen leicht beschädigt.

Der Lastwagenfahrer hatte offenbar zunächst nichts mitbekommen und war weitergefahren. Der 34-Jährige kam aber später zur Unfallstelle zurück. Die L 263 verwandelte sich über mehrere hundert Meter in ein Trümmerfeld. Sie war für knapp fünf Stunden bis Mittag gesperrt.

Dadurch, dass sich die Fahrzeugteile über mehrere hundert Meter verteilt hatten, ergab sich eine enorme Spurenlage. Jedes Teil wurde entsprechend markiert und vermessen, so dass der Unfallhergang rekonstruiert werden kann. Hierzu wurde auch ein Unfallsachverständiger eingesetzt.

Die beiden anderen Fahrzeuge wurden gegen 10.30 Uhr abtransportiert. Sie mussten mit Kränen angehoben und verladen werden. Bis circa 13.15 Uhr blieb die Straße für weitere Arbeiten wie das Reinigen der Fahrbahn gesperrt. Die Polizei fertigte eine Verkehrsunfallanzeige. Die Ermittlungen dauern weiter an.

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