Millionenschaden bei Lagerhallenbrand

Von: Katharina Menne
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Bei einem Großbrand in der Nacht zu Montag wurde eine neu gebaute Lagerhalle in der Nähe von Pingsheim völlig zerstört. Foto: Sistemich/Trottenberg
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Bei einem Großbrand in der Nacht zu Montag wurde eine neu gebaute Lagerhalle in der Nähe von Pingsheim völlig zerstört. Foto: Sistemich/Trottenberg

Pingsheim. Ein Großbrand in einer Lagerhalle am Ortsrand von Pingsheim hat in der Nacht zu Montag die Feuerwehr in Atem gehalten. Rund 130 Feuerwehrkräfte und Helfer des Technischen Hilfswerks waren zu Spitzenzeiten im Einsatz, sagte Oliver Hartlieb, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Nörvenich. Die Halle brannte völlig aus. Laut Polizeiangaben entstand ein Schaden von insgesamt rund 2,5 Millionen Euro.

Gegen kurz vor fünf Uhr in der Nacht ging der Notruf eines Anwohners in der Leitstelle ein. Zu dem Zeitpunkt stand die für die landwirtschaftliche Nutzung vorgesehene Großhalle bereits lichterloh in Flammen.

Die Feuerwehr Nörvenich rückte mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Kräften aus und forderte noch von unterwegs Unterstützung der Löschzüge aus Düren, Erftstadt und Vettweiß an. „Wir konnten zwar verhindern, dass das Feuer auf die benachbarte Halle übergreift“, sagte Hartlieb. Die bereits brennende Halle habe man aber nicht mehr retten können.

Der neu gebaute und noch nicht in Betrieb genommene Hallenkomplex gehört zu einem ortsansässigen landwirtschaftlichen Hof. Der stetig wachsende Familienbetrieb lagert und verlädt seine Ware, die deutschlandweit verkauft wird, bislang noch im Ortskern von Pingsheim.

Durch die nächtliche Dunkelheit war der Rauch nicht zu sehen, so dass der Brand erst bemerkt wurde, als die Flammen bereits die Außenverkleidung angegriffen hatten. „Wäre die Brandmeldeanlage schon in Betrieb gewesen, hätte die Halle wahrscheinlich kaum Schaden genommen und der Einsatz wäre innerhalb einer Stunde vorbei gewesen“, sagte Oliver Hartlieb.

Die Rauchentwicklung war so stark, dass Atemschutzmasken eingesetzt werden mussten. Die durchgeführten Luftschadstoffmessungen ergaben jedoch zu keiner Zeit eine Gefahrenlage für die umliegenden Dörfer, wie Hartlieb versicherte.

Da die Halle von einem Sachverständigen als einsturzgefährdet eingestuft wurde, musste mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks, Ortsverband Nörvenich, die Außenverkleidung eingerissen werden. Erst so konnten die Einsatzkräfte auch Glutnester im Inneren der Halle löschen. Erst gegen 16.30 Uhr am späten Nachmittag verließen die letzten Einsatzkräfte den Brandort.

Im Zuge der Lösch- und Aufräumarbeiten erlitt ein Feuerwehrmann einen Stromschlag und musste zur Untersuchung und Beobachtung in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Wie es zu dem Großbrand kam, ist bislang noch unklar. Bereits am Montag begannen Brandermittler der Kriminalpolizei damit, Hinweise zu sichern und auszuwerten, die auf die Ursache schließen lassen. Auch ein Brandsachverständiger wurde hinzugezogen.

Die Polizei rechnet damit, dass die Ermittlungen noch bis zum Ende der Woche andauern.

Wer im Umfeld der Halle verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten sich bei der Polizei unter Telefon 02421/949-0 zu melden.

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