Millionen für Infrastruktur und Masterplan

Von: Burkhard Giesen
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Bismarckstraße
Mit der Fertigstellung des Hotelneubaus soll auch der Theodor-Heuss-Park komplett neu gestaltet werden. Diskutiert wird noch, ob die Fahrspuren auf der Bismarckstraße zurückgebaut werden sollen. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Wenn in den kommenden Tagen die Arbeiten zur Umgestaltung des Dürener Marktplatzes starten, ist das für das städtische Tiefbauamt mit 2,2 Millionen Euro der dickste Brocken aus einer langen Liste von Maßnahmen in diesem Jahr. Und es wird eine der auffälligsten Maßnahmen sein.

Bis November soll der Marktplatzumbau abgeschlossen sein, damit die Marktbeschicker vom Kaiserplatz zurück auf den Markt wechseln können und es keine Kollision mit dem Weihnachtsmarkt gibt.

Viel Geld für den Kanalbau

Rund 600.000 Euro wird die Stadt in die Erneuerung der Schmutz- und Regenwasserkanäle in der Goebenstraße zwischen Goebenplatz und Grundschule stecken. Weitere 750.000 Euro sind in diesem Bereich für die Erneuerung der Fahrbahn vorgesehen. Für die Umgestaltung der Büngelerstraße inklusive Anpflanzung von Bäumen und der Schaffung von Stellplätzen sind 400.000 Euro in diesem Jahr eingeplant. Nahtlos fortgesetzt wird in diesem Jahr die Kanalbaumaßnahme an der Papiermühle. Dort wird der Schmutzwasserkanal vergrößert. Der Abschnitt nördlich der Bahnlinie ist bereits im Bau, der südliche Abschnitt soll für rund 720.000 Euro folgen.

700.000 Euro sind für den Neubau eines Regenwasserklärbeckens unmittelbar vor der Brücke Malteserstraße eingeplant, 680.000 Euro für die Erneuerung des Schmutzwasserkanals in der Schillerstraße und die anschließende Erneuerung von Fahrbahn und Gehwegen. Mit dem Neubau einer Trennkanalisation in der Merkener Dümpelstraße für 730.000 Euro wird zudem die Grundvoraussetzung dafür geschaffen, im kommenden Jahr dann die Merkener Dorfmitte neu zu gestalten.

Knapp eine Million Euro stehen für die Erneuerung der Mühlenteichbrücke an der Krauthausener- und der Hammerstraße bereit. Amtsleiter Heiner Wingels: „Sie sind beide baufällig und müssen dringend saniert werden. Im Bereich Lendersdorf werden wir dann im Zuge der Maßnahme auch den Teich offenlegen.“ Problematisch für Autofahrer sind zwei ganz andere Maßnahmen: Auf der Philippstraße ist an der Unterführung die Außenwand zum Mühlenteich undicht. Hier muss die Stadt eine Betonsanierung vornehmen und die Straße dabei zumindest teilweise sperren. Auch die Fahrbahnerneuerung auf der Kreuzauer Straße in Niederau kann nicht ohne Sperrungen erfolgen. Beide Maßnahmen sollen möglichst in den Sommerferien umgesetzt werden.

Knapp eine Million Euro stehen in diesem Jahr zudem für die Grundsanierung von Spielplätzen und Schulhöfen und die Neuanschaffung von Spielgeräten zur Verfügung. Zehn Maßnahmen sollen damit finanziert werden. Für die Wiederherstellung der Garteninsel auf Schloss Burgau sind 250.000 Euro bereitgestellt worden. 385.000 Euro stehen 2017 für die Umgestaltung des Holzbendenparks bereit – eine Maßnahme, die im Rahmen des städtischen Masterplanes umgesetzt werden soll. Ebenfalls teil des Masterplans: die Neugestaltung des Theodor-Heuss-Parks im Rahmen des Hotelneubaus an der Bismarckstraße. Wingels: „Bis zum Jahresende wollen wir einen Ausführungsbeschluss haben, damit wir zeitgleich mit der Fertigstellung des Bismarckquartiers Mitte 2018 auch den Park fertigstellen können.“

Wingels schätzt, dass spätestens im Herbst 2017 die Bürger über die Entwurfsplanung informiert werden. Ob dabei dann auch die Idee einer Milchbar realisiert werden kann, ist derzeit noch völlig offen. Wingels: „Wir haben da einen Platzhalter eingesetzt. Die Milchbar selbst ist aber nicht Gegenstand der Städtebauförderung, sondern müsste durch einen Investor finanziert werden.“ Mit der Neugestaltung in diesem Bereich wird dann auch der Rückbau der Bismarckstraße zur Diskussion stehen. „Wir müssen dann aber sicherstellen, dass bei weniger Fahrspuren der Verkehr trotzdem flüssig läuft.“ Schon jetzt setzt sich Wingels auch mit dem Rückbau der innerstädtischen B 56 auseinander: „Wenn der südliche Abschnitt der Ortsumgehung Ende 2018 fertig ist, wird es ab dem Friedrich-Ebert-Platz ein Lkw-Durchfahrverbot geben, um die Euskirchener Straße zu entlasten.“

Bisher gibt es nur erste Ideen, wie der Rückbau gestaltet werden soll. So könnte zum Beispiel am Miesheimer Weg ein Kreisverkehr entstehen, gleichzeitig das Wohnumfeld verbessert und hier dringend benötigte Parkplätze angelegt werden. Dass der Rückbau kommen wird, ist allerdings sicher. Baudezernent Paul Zündorf: „Der Rückbau ist notwendig, um die Verkehrsströme dauerhaft über die Umleitung zu führen.“

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