Düren - Miesheimer Weg: Studenten beteiligen sich an Ideenwettbewerb

Miesheimer Weg: Studenten beteiligen sich an Ideenwettbewerb

Von: sj
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Simone Schneider (Mobile Jugendarbeit Düren Süd-Ost), Christa Ohrem (IG Miesheimer Weg, von links) und Gerd Grzella vom Amt für Stadtentwicklung (rechts) zeichneten die Gewinner des Ideenwettbewerbes aus. Foto: Stephan Johnen

Düren. Wie lässt sich das Wohnumfeld am Miesheimer Weg verbessern? Über diese Frage haben Landschaftsarchitektur-Studenten der RWTH Aachen lange gebrütet. Nicht nur am Schreibtisch, über Stadtpläne gebeugt, sondern auch vor Ort.

Sie haben sich mehrfach ein Bild der Lage gemacht, mit den Bewohnern gesprochen, sich mit Vertretern der Stadt und der Interessengemeinschaft Miesheimer Weg ausgetauscht. 25 Studenten haben sich am Wettbewerb, den das Quartiersmanagement ausgelobt hat, beteiligt und zehn Arbeiten eingereicht. Die besten drei Entwürfe wurden nun prämiert – und auf dem Sommerfest am Miesheimer Weg vorgestellt.

Gespräche mit den Bewohnern

„In den Gesprächen vor Ort wurde schnell klar, dass die Leute die Unordnung stört, dass es keine klare, funktionale Zuordnung gibt“, sagt Tiemo Deller, der mit Melanie Großkunze den Siegerentwurf des Wettbewerbs eingereicht hat. Verkehrsflächen, Spielplatz, Grünanlage – irgendwie ist zwar alles vorhanden, doch es fehlen Akzeptanz und Funktionalität.

Den zweiten Platz haben Janna Mägerlein, Aline Ney und Soledad Prado belegt, den dritten Platz Sven Nussbaum und Eugen Ulmann. Dank einiger Sponsoren konnte das Quartiersmanagement, dem neben Vertretern der Stadtverwaltung die Interessengemeinschaft Miesheimer Weg (IG), Vertreter der Hausverwaltung, der Pfarre St. Lukas und der Evangelischen Gemeinde zu Düren angehören, auch ein Preisgeld ausloben.

Alle Entwürfe sehen eine Neustrukturierung des Geländes vor, eine klare Rücknahme der Straßen zugunsten von mehr Grünflächen und Spielmöglichkeiten. Die Erreichbarkeit der Häuser soll stets gewährleistet bleiben, die Parkplätze sollen keine so dominante Rolle im Gesamtbild mehr spielen.

Im Gespräch mit den Anwohnern habe sich auch schnell herauskristallisiert, dass es neben Spielplätzen und Spielgeräten für die Kinder auch an Treffpunkten für Jugendliche mangelt. Sieht ein Entwurf beispielsweise den Bau eines kleinen Treffpunktes vor, setzen andere Studenten eher auf zusätzliche Sportplätze.

Gemeinsam haben alle Platzierten eine Liste erstellt, die fünf Handlungsschwerpunkte benennt: mehr Spielgeräte für Kinder und Jugendliche, ein sportliches Angebot sowie einen Treffpunkt schaffen, die Plätze und Flächen klar definieren und strukturieren sowie die Parkplatzsituation ändern. „Auch eine Öffnung des Geländes Richtung Odenthalstraße ist sinnvoll“, sind die Studenten überzeugt, dass das Viertel rund um die Hochhäuser eher in einer isolierten Insellage liege und vom Rest des Stadtteils Düren-Südost abgeschnitten sei.

Christa Ohrem, die Vorsitzende de der Interessengemeinschaft Miesheimer Weg, bedankte sich bei allen Studenten für die Teilnahme am Ideenwettbewerb. Die fundierten Überlegungen sollen nun in den weiteren Prozess zur Wohnumfeldverbesserung eingebunden werden.

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