Michael Breuer möchte Bürgermeister in Merzenich werden

Von: Sarah Maria Berners
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Michael Breuer (SPD) möchte Bürgermeister der Gemeinde Merzenich werden. Er tritt gegen Georg Gelhausen (CDU) an. Foto: smb

Merzenich. Michael Breuer ist gerne zu Fuß unterwegs. Das Wandern ist ein Hobby des kaufmännischen Leiters – und passend zu diesem besucht er im Rahmen seiner Wahlkampftour alle 131 Straßen in der Gemeinde Merzenich.

Um Stimmen für sich zu gewinnen, legt der 42-Jährige in diesen Tagen also einige Kilometer zurück, klopft an die Türen, sucht das Gespräch, verteilt Kalender. Immer wieder werde er dabei auf ein Problem angesprochen: die mangelhafte Sauberkeit im Ort, ungepflegte Grünflächen. Und sollte er am 13. September zum Bürgermeister der Gemeinde Merzenich gewählt werden, will er sich ganz schnell um dieses Problem kümmern.

Es ist eines der kleineren Themen, das auf seiner Agenda steht. Mit seinen Parteikollegen von der SPD hat er einen „Horizont“ für Merzenich erarbeitet. Die Gemeinde soll sich mit der Umsetzung vieler kleiner und größerer Maßnahmen zu einer „Freizeit- und Erholungsgemeinde“ entwickeln. Die Zukunft der Gemeinde liegt für den SPD-Kandidaten darin, dass sie lebenswert bleibt.

Und über dieses Stichwort „lebenswert“ ist Michael Bereuer auch in die Politik gekommen. Als das Containerterminal bei Arnoldsweiler zum ersten Mal Gesprächsthema war, positionierte er sich in einer Bürgerinitiative klar dagegen. Später trat er in die SPD ein, sitzt seit der Kommunalwahl 2014 im Gemeinderat. Jetzt will er Chef der Verwaltung werden. „Es reizt mich, etwas für die Gemeinde, für die Firmen und die Zufriedenheit der Bürger zu tun“, beschreibt Breuer seine Motivation.

Die Gemeinde Merzenich ist nicht mehr schuldenfrei. Breuer will zum Beispiel über die Entwicklung und Vermarktung von Baugebieten mehr Geld in die Kasse bringen und nach weiterem Einsparpotenzial suchen. Auch die Ansiedlung von Gewerbe soll Geld und Arbeitsplätze bringen. „In Merzenich gibt es auch wegen des Flächenverlustes durch den Tagebau nicht mehr so viel Potenzial“, sagt Breuer, der auf eine interkommunale Zusammenarbeit mit der Gemeinde Niederzier an, die er initiieren möchte. „Steuererhöhungen stehen nicht zur Debatte“, betont Breuer

Bei den Wohngebieten gelte es, Wohnraum für Jung und Alt zu schaffen. Michael Breuer schwebt ein Generationenwohnprojekt vor, in dem die „übliche dörfliche Struktur“ erhalten bleibt.

Die Struktur der Gemeinde wird sich in Zukunft verändern, die Umsiedlung läuft. Bis alle Kohle im Tagebau Hambach abgebaggert ist, dauert es noch lange, „gleichwohl müssen wir in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden schon jetzt Vorbereitungen treffen“, betont Breuer, der dabei gerne in Richtung Indemann blickt: „Wir müssen frühzeitig sehen, dass wir von dem, was sich hier in einigen Jahren entwickelt, profitieren.“

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