Metsä Tissue nimmt neue Halle in Betrieb

Von: Jörg Abels
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Geschäftsführer Christoph Zeiler (l.) und Werksleiter Gerd Kronen nahmen am Dienstag die neue Lagerhalle offiziell in Betrieb. Foto: Abels

Untermaubach. 140.000 Tonnen Rohpapier für die Herstellung von Toilettenpapier und Küchenrollen mit 23 unterschiedlichen Qualitäten produziert die Firma Metsä Tissue im Werk Untermaubach im Jahr. Was nicht direkt weiterverarbeitet wurde, musste das Unternehmen bislang aus Platzgründen in einem Außenlager an der „Garnbleiche“ im Dürener Süden zwischenlagern. Damit ist es nun vorbei.

„Wir haben den letzten freien Zipfel des Werksgeländes genutzt, um eine neue Lagerhalle zu errichten“, betonte Geschäftsführer Christoph Zeiler am Dienstag bei der offiziellen Einweihung. Auf einer Fläche von 4500 Quadratmetern werden die sogenannten „Mutterrollen“ nun solange aufbewahrt, bis sie in der Produktion benötigt werden.

Die Halle hat eine Kapazität von rund 2000 Tonnen, das entspricht etwa 80 bis 100 der zwei bis drei Tonnen schweren „Mutterrollen“, die aussehen wie gigantisches Toilettenpapier. „Das schafft endlich wieder Luft im Werk und erhöht unsere Flexibilität spürbar“, betonte Zeiler. Vor allem aber führt das neue Lager zu einer erheblichen Verkehrsentlastung der Anwohner in Winden und Kreuzau. Weil nur maximal sechs „Mutterrollen“ auf einen Lkw passen, geht Werksleiter Gero Kronen davon aus, dass täglich bis zu 60 Fahrten ins Außenlager und von dort zurück ins Werk an der Theo-Strepp-Straße entfallen werden. Was mit dem Außenlager passieren wird, ist noch nicht entschieden, hieß es.

Nach Angaben von Christoph Zeiler hat Metsä Tissue rund 2,5 Millionen Euro in die Lagerhalle investiert. Sie ist Teil eines 2013 beschlossenen und rund 50 Millionen Euro schweren Investitionspaktes in die vier deutschen Standorte des finnischen Konzerns und die zweite Großinvestition im Untermaubacher Werk, dem größten seiner Art in Deutschland. Erst im vergangenen Herbst hat Metsä Tissue am Standort einen neue Verarbeitungslinie in Betrieb genommen. Und weitere Investitionen in Millionenhöhe sollen folgen, kündigten Zeiler und Kronen an, in die weitere Optimierung der Fertigungsprozesse und damit in die Wettbewerbsfähigkeit des international tätigen Werks, aber auch in die Abwasserbehandlung.

Während des Baus der neuen Halle wurden Überreste einer römischen Siedlung gefunden. Das hat die Fertigstellung um rund drei Monate verzögert, weil die Funde erst für die Nachwelt dokumentiert werden mussten. Ausgegraben wurden sie nicht.

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