Metal-Rock-Festival: Die Wände beben, die Mühle brennt

Von: Anneliese Lauscher
Letzte Aktualisierung:
10085953.jpg
„Dimeless” aus Gießen, die mit markigem Gesang, gekonnten Gitarrenriffs und harten Drums auf sich aufmerksam machte. Foto: Lauscher

Düren. Am Samstag brannte die Mühle! Beim Metal-Rock-Festival „Mühlenbrand“ ging es laut zu, vier Bands verausgabten sich, und die Fans kamen auf ihre Kosten.

Im Kulturzentrum Komm bebten die Wände: Doch das war einigen jungen Leuten, die sich für Metal Rock begeistern, noch nicht laut genug.

Zufrieden äußerten sich Sebastian Bast und Kim Reumann, die Erfinder des Mühlenbrand-Festivals. „Wir zeigen seit sechs Jahren, dass es hier eine interessante und vielseitige Rockszene gibt. Dürener Bands sollen hier ihr Forum haben. Es gibt nicht viele Möglichkeiten für junge Bands, sich zu präsentieren. Wir nehmen für das Metal-Rock-Festival Bewerbungen aus ganz Deutschland an.“

Kurz vor 20 Uhr war es noch verhältnismäßig ruhig, nur vereinzelt kauften die Besucher Eintrittskarten – für fünf Euro konnte man vier Livebands erleben. Doch beim Ertönen der ersten harten Klänge strömten mehr Fans herbei, viele in „Kutten“, wo die Namen ihrer Idole aufgenäht sind: „Motörhead“, „Anthrax“, „Endstille“, „Pantera“ und „Iron Maiden“ waren unter anderem zu lesen.

Dann verpasste ihnen „Dimeless“ aus Gießen die erste Dröhnung: Voller Gitarrensound, harte Drums, ein stimmgewaltiger Sänger mit wilden Tanzbewegungen. „Gut“ lautete der kurze Kommentar eines Besuchers, der im Takt nickte. Das „Headbangen“ mit langer Mähne gehörte zur Performance, die Akteure und die Zuhörer hatten viel Spaß. Jupp Hammerschmidts Plakat mit der Ankündigung „Das halbe Schwein“ fiel von der Wand, aber das war im Augenblick nicht von Interesse. Der Eifeler tritt am 8. Juni im Komm auf.

60 Bands

Immer mehr bekam Max Busch am Eintrittstisch zu tun, die jungen Leute drängten nun ins Kellergewölbe. „Wir freuen uns über diese Initiative“, sagte Max Busch, „wir bieten im Komm-Zentrum ein Querbeet-Programm und möchten viele unterschiedliche Sparten hier erleben. Das hier ist ein interessanter Spielplatz. Die Metal-Rocker spielen eigene Stücke. Ich habe übrigens im Jahr 2012 nachgezählt: Da sind bei uns 60 Bands aufgetreten.“ Busch hofft, dass die Jungs trotz beruflicher Verpflichtungen es noch schaffen, das Mühlenbrand-Festival viermal im Jahr zu präsentieren.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert